Dienstag, 8. September 2015

Jodi Picoult - Bis ans Ende der Geschichte [Beate]




Verlag: C. Bertelsmann
Autor: Jodi Picoult
Titel: Bis ans Ende der Geschichte
Seiten: 560 Seiten
Print:
978-3570102176
ASIN: B00XRC6X7W
Sprache: Deutsch
Medium: Hardcover
Genre: Roman

Originaltitel: The Storyteller







Sage ist sehr menschenscheu, seit sie bei einem Autounfall, bei dem sie auch ihre Mutter verlor, eine Gesichtsverletzung davontrug. Sie arbeitet nachts in einer Bäckerei und das Backen ist ihre große Leidenschaft, die sie von ihren Großeltern geerbt hat. In einer Trauergruppe, in der sie über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen versucht, lernt sie Joseph kennen. Zwischen der jungen Frau und dem über Neunzigjährigen entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Irgendwann bittet Joseph Sage, ihm beim Sterben zu helfen und erzählt ihr von seiner Nazivergangenheit. Sage ist geschockt, ist ihre Großmutter doch eine Überlebende des Holocaust. Sage ist so erschüttert, dass sie Joseph heimlich als Naziverbrecher anzeigt. Dadurch lernt sie den Ermittler Leo kennen und nun soll sie ihm helfen Joseph zu überführen.....

Was für eine Geschichte. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau um was es in dieser Geschichte geht. Der Name Jodi Picoult reichte aus um mich zu dem Buch greifen zu lassen, denn bisher hat sie mich immer mit ihren Geschichten verzaubert, auch wenn es oftmals traurig zuging. Mit "Bis ans Ende der Geschichte" ist der Autorin etwas ganz besonderes gelungen: Eine Geschichte die wunderschön aber gleichzeitig auch so schrecklich ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. 

Man liest hier praktisch eine Geschichte aus der Sicht eines Opfers und eine aus der Sicht eines Täters. Besonders interessant fand ich, wie der junge Joseph von einem normalen Jungen zu einem eiskalten Soldaten wurde, der blind Befehle ausführt. Als das Buch zu der Geschichte der Großmutter Minka kam, kämpfte ich oft gegen die Tränen an und musste des öfteren kleine Lesepausen einlegen um das alles erst einmal ein wenig zu verarbeiten. Picoult ist es mit diesem Buch gelungen, einen Teil der schrecklichen deutschen Geschichte wieder lebendig werden zu lassen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Sie zeigt, wie schnell man sich manipulieren lässt und mit der Herde rennt. Sie zeigt, was manche alles tun, um ihr eigenes Leben zu retten. Sie zeigt aber auch, was manche Menschen für Monster waren und dass es Menschen gab, die versuchten anderen zu helfen und ihr eigenes Leben dabei riskierten. 

Monster ist ein gutes Stichwort, denn dazwischen gibt es immer wieder Passagen einer Geschichte, die die Großmutter geschrieben hat. Sie handelt von einem kleinen Dorf, einem jungen Mädchen und einem "Monster", dem Upiór. Diese Geschichte fing Minka schon vor dem Krieg an zu schreiben und während der schrecklichen Zeit ins Auschwitz schrieb sie immer weiter daran.  Ich wartete immer gebannt auf die Fortsetzung.

Der Schreibstil des Buches ist so bildhaft und die Charaktere so authentisch und lebhaft, dass ich mich mitten in der Geschichte fühlte. Ich brauchte immer eine ganze Weile, bis ich daraus aufgetaucht war und ich merke schon, dass ich noch sehr lange über diese Geschichte nachdenken werde. 

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, auch Lesern, die dieses Thema sonst eher meiden, denn Jodi Picoult hat hier wirklich eine einzigartige Geschichte erschaffen. Eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt, die ihn mit den Charakteren leiden lässt, die ihn von ganzem Herzen hassen lässt. Die zu Tränen rührt und ihn erleichtert aufatmen lässt. Die ein schmunzeln aufs Gesicht zaubert und die man sofort wieder beginnen möchte, wenn sie zu Ende ist. Ich vergebe 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. "Bis ans Ende der Geschichte" ist ein Buch, das einen nie wieder los lässt. 

© Beate Senft                     


 


Katrin Koppold - Zeit für Eisblumen [Marina]





Verlag: ro ro ro
Autor: Katrin Koppold
Titel: Zeit für Eisblumen
Seiten: 320 Seiten
Print:
978-3499269868
ASIN: B00ED40842
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman








Zum Autor:
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München.
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris ...
Quelle: Amazon.de

Zum Cover:
Das Cover ist in einem schönen blau gehalten und passend zum Teil 1 der Reihe zeigt es wieder eine Frau in weiß. Nur ist es dieses Mal keine Braut. Zu dem sehr stimmungsvollen Motiv gibt es schöne Pflanzen, die einen ein wenig an Herbst erinnern.
Mir gefällt es gut und ich finde es sehr ansprechend, einen Bezug zum Titel und der Geschichte kann ich aber nicht wirklich feststellen

Protagonisten:

Felicitas „Fee“ Baum: Mutter vom kleinen Paul, Freundin von Sam. Leidet seit einiger Zeit an Panikattacken und muss dringend dem Alltag entfliehen

Sam: Freund von Fee und Vater von Paul. Macht gerade ein Referendariat als Lehrer, nachdem er die Apotheken seines Vaters nicht übernehmen wollte.

David: Straßenmusiker und Student aus Irland. Fee hatte vor einiger Zeit ein Verhältnis mit ihm.

Zum Inhalt:
Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.

Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken, und Fees Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen.
Als sie von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, ist das Maß voll. Mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau macht sich Fee auf ins winterliche Irland.
Dort hofft sie auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte.
Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?
Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:
Sehr schnell, nachdem ich auch den ersten Teil dieser Reihe verschlungen hatte, hielt ich auch nun diesen zweiten Teil in den Händen. Nachdem im ersten Teil von Helga Baum erzählt wurde, handelt dieser teil nun von ihrer jüngeren Schwester Felicitas.
Fee ist seit einiger Zeit Mutter, schnell wieder zurück im Job, unglücklich in ihrer Beziehung und leidet seit einiger Zeit unter immer wiederkehrenden Panikattacken und nun droht auch noch ihre Familie auseinander zu brechen. Alles wächst ihr über den Kopf, bis es mit einem lauten Knall über ihr zusammenbricht und Fee vor einem Scherbenhaufen sitzt … nun hilft nur noch eines: Raus aus dem Alltag und sich selbst finden. Den Mut aufbringen seinen Leben zu ordnen und zu meistern …
Fee´s Geschichte hat mich sehr berührt, weil sie so realitätsnah und sensibel beschrieben wurde … Unheimlich einfühlsam und gefühlvoll erzählt die Autorin wie es Fee ergeht, was sie erlebt, was sie sich wünscht und vor was sie Angst hat. Das rührte mich als Leser zu Tränen und ich bin richtig in diese Geschichte versunken.
Die Story führt uns ins winterliche Irland, das mit seiner Landschaft und den Leuten ganz ganz toll in die Geschichte passt.
Auch die Protagonisten sind toll beschrieben und ausgewählt. Man wird sofort warm mit ihnen und fühlt sich unter ihnen sehr wohl.
Besser kennenlernen kann man in diesem Band der Reihe auch die Mutter der Baum-Schwestern, die Fee auf ihrem Trip nach Irland begleitet.
Die Geschichte hat einen tollen Fluss und wird nie langweilig. Der Ton ist unheimlich gut getroffen und man kann Seite für Seite angenehm lesen und hat gar keine Lust, das Buch überhaupt nochmal wegzulegen.
Der Schluss hat mir besonders gut gefallen und ich war fast ein wenig traurig, als ich die letzten Seiten gelesen habe und das Buch zuschlagen musste …
Humor, Dramatik, rührende Szenen und Liebe … was will man mehr? Und das alles findet man in diesem Buch!

Mein Fazit:
Ich vergebe 5 von 5 Byrons für eine großartige Geschichte. Ich war beeindruckt, gefesselt und habe eine tolle Reise nach Irland hinter mir!!
Danke Katrin für dieses großartige Rezi-Exemplar, und dass ich diese Geschichte miterleben durfte!!





© Marina Sharma              




Melanie Raabe - Die Falle [Beate]



Verlag: der Hörverlag
Autor: Melanie Raabe
Titel: Die Falle
Minuten: 624 Minuten
Print:
978-3442754915 
ASIN: B00TGZ14HI
Sprache: Deutsch
Medium: Hörbuch
Genre: Roman









Linda Conrads ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Sie veröffentlicht Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihres Hauses gesetzt. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt niemand außer Linda selbst: Sie wird von einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden - und den Mörder flüchten sehen. Der Täter wurde nie gefasst, und das Gesicht des Mörders verfolgt Linda seither bis in ihre Träume. Doch eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher. Es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung. (Amazon)

Seit einiger Zeit mag ich Hörbücher sehr gerne, weil man wunderbar Handarbeiten dabei machen kann. Aber es ist mir aufgefallen, wie sehr es von der Stimme der  Sprecher abhängt, ob einem das Buch gefällt oder nicht. Ich hatte hier  am Anfang große Schwierigkeiten mit der weiblichen Stimme, die von Birgit Minichmayr gesprochen wird. Ich konnte mit ihr nicht warm werden und empfand sie als unangenehm. Dagegen fand ich die männliche Stimme von Devid Striesow sehr sympathisch. Aus diesem Grund habe ich erst mal eine Weile gewartet, bevor ich meine Meinung dazu aufschrieb, denn ich wollte ja die Geschichte und nicht die Stimme beurteilen. 

Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Geschichte ziemlich gut ist.  Eine beliebte Autorin hat seit 11 Jahren nicht mehr das Haus verlassen. Seit dem Zeitpunkt, als sie ihre Schwester ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden hat. Sie sieht das Gesicht des Mörders und viele Jahre später glaubt sie, den Täter in einem Reporter wiederzuerkennen. Was soll sie jetzt tun? Wie soll sie an diesen Mann heran kommen? 

Zur gleichen Zeit veröffentlicht sie ihr neues Buch. Einen Thriller, in dem sie den Mord an ihrer Schwester und die anschließenden Ermittlungen beschreibt. Kann das den Mörder vielleicht aufschrecken?

Sehr gut fand ich die beiden verschiedenen Erzählstränge. Birgit spricht die fortlaufende Geschichte und Devid erzählt Passagen aus Lindas neuem Buch. So weiß man immer genau wo man gerade ist. Ansonsten hätte ich große Schwierigkeiten gehabt, die beiden Stränge auseinanderzuhalten, da sie sich doch recht ähnlich sind. Lindas Verhalten kann ich nicht immer nachvollziehen, aber wer weiß schon wie man sich verhält, wenn man so schlimmes durchmachen musste. 

Gegen Ende des Hörbuchs legte ich eine Nachtschicht ein, weil ich unbedingt wissen musste wie es endet. Ich vergebe 4 von 5 Byrons für ein  gutes Buch, das mir leider durch die Stimme der Sprecherin nicht so nah ging, wie es vielleicht das Printbuch getan hätte. Aber alles in allem hat mich die Geschichte überzeugt und ich empfehle dieses Buch gerne weiter. 

© Beate Senft                   


Freitag, 4. September 2015

C.L. Taylor - Träum was böses [Beate]





Verlag: Piper
Autor: C.L. Taylor
Titel: Träum was böses
Seiten: 428 Seiten
Print:
978-3492303804
ASIN: B00Q2OSWNA

Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: The Accident







Sue und Brian sind fassungslos. Ihre geliebte Tochter Charlotte liegt im Koma. Warum ist die 15-jährige vor einen Bus gelaufen? Wollte sie sich das Leben nehmen, oder war es doch ein Unfall? Die Eltern sind verzweifelt und Sue kann die Sache einfach nicht auf sich beruhen lassen. Sie muss wissen, wieso es zu diesem Unfall kam. Brian denkt, sie verrennt sich da in was und verweigert ihr die Unterstützung. Er hat ja keine Ahnung, dass sich Sue, durch ihre Schnüfflerei, in große Schwierigkeiten bringt...

Dieser Thriller war endlich mal wieder ganz nach meinem Geschmack. Eine Mutter versucht verzweifelt herauszufinden, was mit ihrer Tochter passiert ist. Und man macht es ihr nicht gerade einfach.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich hatte es in kürzester Zeit gelesen. Es hat richtig Spaß gemacht, mit Susan herauszufinden, was ihre Tochter in letzter Zeit alles erlebt hat. Dazu gibt es noch einen zweiten Erzählstrang, der von der jungen Susan handelt. Das alles ist sehr spannend und ich verfluchte die Wechsel der Stränge, weil die Story immer im spannendsten Moment wechselte.

Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er liest sich locker und angenehm und ist sehr bildhaft. Die Geschichte war keine Sekunde lang langweilig. Susan ist ein starker und facettenreicher Charakter. Sie hat mir meistens gut gefallen, aber es gab auch Situationen in denen sie absolut konfus handelte. Immer diese Geheimniskrämerei und stillen Verdächtigungen, statt einfach mal mit den Leuten zu reden und die Unklarheiten aus der Welt zu schaffen. Das hat mich dann manchmal doch ein wenig genervt. Aber das war auch der einzige Kritikpunkt.

Ich vergebe für diesen tollen Thriller 4 von 5 Byrons und eine Leseempfehlung für alle. Das Buch kommt ganz ohne literweise Blut aus und es wird auch kein Opfer gefoltert. Das war mal so ganz was anderes und mir gefiel es.

© Beate Senft 



Dienstag, 1. September 2015

Katrin Koppold - Aussicht auf Sternschnuppen [Marina]





Verlag: ro ro ro
Autor: Katrin Koppold
Titel: Drive-In
Seiten: 320 Seiten
Print:
978-3499269851 
ASIN: B00AFHTX9C
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman








Zum Autor:
"Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu".

Dieses Zitat aus dem Film "360°", das die Autorin ihrem Debutroman "Aussicht auf Sternschnuppen" vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München.
Quelle: Amazon

Zum Cover:
Das Cover ist in angenehmen Pastellfarben gehalten und wirkt unheimlich romantisch. Es zeigt eine Braut, die ganz in weiß gehalten ist, als Kontrast zieren rote Blumen das Cover.
Eine Verbindung zum Titel kann so zwar nicht hergestellt werden, kennt man jedoch den Inhalt macht die Braut auf dem Cover durchaus Sinn.
Für mich wäre das Buch zwar nicht unbedingt ein Coverkauf, macht sich im Regal aber großartig!

Hauptprotagonisten:
Helga Baum: ehrgeiziger Mensch mit Prinzipien, möchte gerne eine eine Traumhochzeit und ein Kind. Hat drei jüngere Schwestern. Ist momentan in einer Beziehung, denkt allerdings, dass ihr Partner sie hintergeht.

Nils Schöneberger: Schauspieler und Sohn berühmter Eltern. Lernt Helga am Flughafen kennen und findet sie anfangs einfach nur schrecklich.

Giuseppe: Helga´s Partner, reist ohne sie nach Italien und weiß allerdings nicht, dass seine Freundin ihn verfolgt um sein „Geheimnis“ aufzudecken

Zum Inhalt:
Helga hat es nicht leicht, und das nicht nur wegen ihres altmodischen Namens: Sie findet eine verdächtige SMS auf dem Handy ihres Freundes Giuseppe, der kurz darauf gen Italien aufbricht - angeblich beruflich. Helga reicht es. Hals über Kopf folgt sie ihm zum Flughafen, aber alle Flüge sind gestrichen. Mit Mühe kann sie noch einen Mietwagen ergattern, den sie sich allerdings teilen muss. Mit Nils - Schauspieler, Kettenraucher, Nervensäge. Ihr Weg führt die unfreiwillige Fahrgemeinschaft von Verona über den Gardasee bis in die Hügel der Toskana. Und alles läuft gründlich anders, als Helga es geplant hat.
Klappentext – Quelle: Amazon

Meine Meinung:
Ich habe unheimlich schnell in die Geschichte hinein gefunden und war anfangs allerdings etwas zwiegespalten. Konnte ich Helga denn nun leiden oder nicht? Ich fand sie etwas schrullig und wohl auch langweilig. Sie hatte mich anfangs ein wenig genervt und ich empfand sie als sehr anstrengend. Auch ihr Verhalten Nils gegenüber war nicht so ganz mein Fall, hat aber hervorragend zur Geschichte gepasst. Meine leichte Abneigung verflog allerdings mit der Zeit, denn die liebe Helga wurde mutiger, irgendwie netter und ihre tollpatschige Art, sowie ihre lustigen Ideen haben zu einer witzigen Story beigetragen.
Die Geschichte nimmt richtig Fahrt auf und die Seiten fliegen nur geradezu. Man lernt die Akteure besser kennen und beginnt mitzufiebern. Man fragt sich natürlich auch immer, was als nächstes passieren wird. Und ob sich der ganze Aufwand für die liebe Helga überhaupt lohnt.

Die einzelnen Charaktere haben mir unheimlich gefallen und sind unheimlich fantasievoll beschrieben und ausgedacht. Man kann sie sich richtig bildlich als Person vorstellen. Und sie passen alle hervorragend in diese Geschichte.

Der Plot der Story ist sehr einfallsreich und unterhaltend. Stellenweise hat es mich ein wenig an den Film „Briefe an Julia“ erinnert, den ich sehr sehr gerne mag.
Die Geschichte ist toll geschrieben und kann einen richtig fesseln. Sie zeigt Humor, Spannung und Romantik – was will man mehr??!!

Das Buch wird einem mit keiner Seite langweilig und man hofft so sehr auf ein Happy End für Helga! Aber klar, dass da auch die Sternschnuppen noch einen wichtigen Teil dazu beitragen müssen ;-)


Mein Fazit:
Ich vergebe 4 Byrons für eine großartige Unterhaltung. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterhin verfolgen, denn das Lesen hat unheimlich Spaß gemacht!
Danke Katrin!!!

© Marina Sharma                  



Kathy Reichs - Totenmontag [Marina]




Verlag: blanvalet
Autor: Kathy Reichs
Titel: Totenmontag
Seiten:  384 Seiten
Print:
978-3442366002 
ASIN: B00DVIDW7G
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman

Originaltitel: Monday Mourning







Zum Autor:
Kathy Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und wuchs dort auch auf. Nachdem sie Archäologie und Soziologie studiert hatte, übernahm sie eine Professur für Soziologie und Anthropologie und für Forensische Anthropologie und arbeitete in der Gerichtsmedizin. Heute unterrichtet sie unter anderem FBI-Agenten im Aufspüren und Identifizieren von Leichen; sie unterstützte als Sachverständige das UN-Tribunal in Ruanda und beteiligte sich an der Identifizierung der Opfer des Terroranschlags auf das World Trade Center. 1987 erschien ihr erster Roman "Tote lügen nicht".
Quelle: Amazon

Zum Cover:
Das Cover ist sehr schlicht in schwarz gehalten.
Der Titel sticht leuchtend in weiß und in großen Buchstaben hervor.
Es wirkt nicht langweilig, aber auch nicht so, dass man es unbedingt in den Händen halten müsste.
Als Highlight sollen wohl die abgebildeten Knochen einer menschlichen Wirbelsäule dienen.

Hauptprotagonisten:
Tempe Brennan: bekannte Gerichtsmedizinerin und Forensikerin, lebt für ihre Arbeit, verliebt in ihren Kollegen Ryan, mit dem sie ein Verhältnis hat

Anna: Tempe´s beste Freundin, gerade zu Besuch, wird in den aktuellen Fall der Freundin verwickelt

Zum Inhalt:
Was könnte frostiger sein als ein kanadischer Wintersturm? Tempe Brennan, Forensikerin in Montreal, wird an einem tristen Montagmorgen zu einem Fundort gerufen, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Verscharrt in einem Kellergewölbe liegen die Leichen dreier junger Frauen. Nicht eine Gewebefaser gibt Aufschluss darüber, warum diese Mädchen sterben mussten. Dank akribischer Ermittlungen und weiblicher Intuition kommt Tempe einem Verdächtigen auf die Spur. Doch sie muss auf alles gefasst sein, denn ihr Gegner ist an Kaltblütigkeit nicht zu übertreffen.
Klappentext – Quelle: Amazon

Meine Meinung:
Ich hatte mich vor einiger Zeit schon einmal an ein Buch der Autorin gewagt und damals schon unheimliche Probleme gehabt, mich in die Story hineinzufinden.
Der Plot ist zwar von der Sache her gut aufgebaut, allerdings braucht es so ewig, dass man mal eine Spannungskurve erreicht. Mit einer Seitenanzahl von etwa 375 Seiten, habe ich ungefähr bis Seite 250 gebraucht, damit das Buch es geschafft hat mich wirklich zu fesseln und auch mal viele Seiten am Stück zu lesen. Vorher plätscherte die Geschichte so vor sich hin, ab und an passierte mal eine Kleinigkeit, aber der richtige Handlungsstrang kam einfach nicht ins Rollen. Zwischendurch habe ich so mit mir gekämpft und gehadert … am Liebsten hätte ich das Buch weggelegt. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich dies wohl auch getan.
Hat man jedoch diesen riesigen Berg überwunden, kann man sich dann doch recht gut auf die Geschichte einlassen und sie hat es dann auch geschafft, mich wirklich zu fesseln.
Aber es war nur nicht der Aufbau der Story, ich habe auch das Gefühl irgendwie mit Tempe nicht richtig warm zu werden. Sie lässt mich leider total kalt und oftmals kann ich ihre Art und vor allem ihre wirren Gedanken nicht leiden.
Schwer fällt es mir auch immer wieder mit den vielen forensischen Angaben zu leben. Sie langweilen mit der Zeit und gehen einfach zu sehr ins Detail. Auch der ständige Wechsel zur französischen Sprache nimmt mir beim Lesen oft die Fahrt und nervt fast ein wenig.

Mein Fazit:
3 Sterne sind drin, mehr aber leider nicht.
Ich werde nun für eine Weile mal wieder die Finger von Tempe Brennan lassen, denn überzeugen konnte sie mich leider nicht richtig

Danke an Frau Kreis vom Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar -

© Marina Sharma                    

Joe R. Lansdale - Drive - In [Beate]




Verlag: Heyne Hardcore
Autor: Joe R. Lansdale
Titel: Drive-In
Seiten: 736 Seiten
Print:
978-3453676725
ASIN: B00QZEVF54

Sprache: Deutsch
Medium: Brochierte Ausgabe
Genre: Horror

Originaltitel: The complete Drive-In









Stellt euch ein Autokino vor, das groß genug ist, viertausend Autos zu fassen. Dann habt ihr eine Idee vom Orbit, dem größten Drive-in von Texas. Jeden Freitag gibt es dort die All-Night-Horror- Show. Genau hier sind wir jetzt, alles ist perfekt. Aber plötzlich taucht aus dem Nichts dieser blutrote Komet auf. Schlagartig ist das Orbit von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von einer tödlichen Leere. Es gibt kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel werden knapp. Erste Fälle von Totschlag und Kannibalismus treten auf. Doch das Schlimmste steht uns erst bevor ...

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe schon lange nicht mehr so eine verrückte und total abgefahrene Geschichte gelesen wie "Drive-In" Diese Story ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Auch wenn man vielleicht denkt, dass Lansdale super schreibt und die anderen Geschichten einem gut gefallen haben, vergesst es. Das ist wie Steak und Schokolade miteinander zu vergleichen.

Jack geht fast jeden Freitag mit seinen Freunden in das riesen Autokino. Da gibt es immer eine lange Horrornacht in der verschiedene Filme gezeigt werden. Am Anfang läuft noch alles normal und die Jungs haben ihren Spaß. Aber irgendwann taucht dieser rote Komet auf und plötzlich sind die Leute im Drive-In eingeschlossen. Außen herum wabert eine Suppe, die alles tötet was mit ihr in Berührung kommt. Die Leute bekommen Angst und wissen nicht, was sie tun sollen. Und am Anfang gibt es auch noch genug Essen,. auch wenn es sich ausschließlich um Süßkram und Softdrinks handelt. Erstaunlicher weise laufen die Filme immer weiter. Doch bald bricht das Chaos aus und die Menschen benehmen sich schlimmer als die Tiere und als dann noch die Lebensmittel zu Ende gehen, reagiert nur noch Gewalt und Chaos. Jack und seine Freunde versuchen zu überleben, aber einfach ist das nicht.

In diesem Buch stecken 3 Bände die zusammen gehören. Jede dieser Geschichten ist wieder ganz anderes, aber alle sind total abgedreht. Ich hatte beim Lesen einen wahnsinns Spaß und am Liebsten würde ich gleich noch einmal von vorne beginnen. Ich hab laut gelacht, mich richtig geekelt, ich war fassungslos, traurig und wütend. Beim lesen habe ich wohl alle Emotionen durchlebt die es gibt. Und das bei praktisch einem Buch. Aber überwogen hat auf jeden Fall der Spaß.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und sehr derbe. Zarte Seelchen sollten unbedingt die Hände vom Buch lassen, denn es ist nicht umsonst bei Heyne Hardcore erscheinen. Es geht teilweise echt krass zur Sache und Kannibalismus ist echt nichts für jedermann.

Ich vergebe 5 von 5 Byrons, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde und Hardcoreleser. Ihr werdet es lieben, denn es ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Und das Ende....... ja das Ende....... Unglaublich. Endlich mal wieder ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt hat.

© Beate Senft




Samstag, 22. August 2015

Emelie Schepp - Nebelkind [Beate]




Verlag: blanvalet
Autor: Emelie Schepp
Titel: Nebelkind
Seiten: 448 Seiten
Print:
978-3734100697 
ASIN: B00QZEQMRK
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: Märkta för livet







Ein Mann wird in seinem eigenen Haus erschossen und von seiner Frau gefunden. Die einzige Spur sind die Fingerabdrücke eines Kindes am Fenster. Dabei hatte das Ehepaar gar keine Kinder. Kurze Zeit später wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Im Genick hat er das Wort Thanatos als Narbe. Die ermittelnde Staatsanwältin Jana Berzelius muss einfach wissen was hier passiert ist, denn sie trägt eine ähnliche Narbe im Genick, ohne eine Erinnerung daran, wie sie dazu kam. 

Ich habe es mal wieder mit einem Thriller versucht und wurde wieder enttäuscht, denn es gibt wieder eine sehr nervige Ermittlerin. Während Jana Berzelius aus reichem Hause kommt und kühl und ohne erkennbare Emotionen ermittelt, muss sich der Leser mit Maria Bohlander auseinander setzen. Bohlander hasst Jana schon alleine deshalb, weil deren Eltern reich sind. Sie lässt kein gutes Haar an ihr und lästert und zickt ständig. Das nervt. Aber noch viel schlimmer ist, dass Mia scheinbar ein Alkoholproblem hat und durch ständige Geldsorgen auch gerne mal lange Finger macht. Ich war echt bedient. Kriminalkommissar Henrik Levin, Mias Partner, ist dagegen erschreckend normal.

Außer der Suche nach dem Mörder gibt es noch einen 2. Erzählstrang, der von einem kleinen Flüchtlingsmädchen und dessen Schicksal handelt. Das war auch wirklich das einzig interessante an dem Buch. 

Emelie Schepp wollte wohl ihren Charakteren Tiefe geben und sie lebendig wirken lassen, aber durch die vielen Beschreibungen wurde das Buch nur unglaublich zäh und langweilig. Außerdem fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar.  Von einem Thriller erwarte ich mir eigentlich viel mehr Spannung. Dazu kamen noch seltsame Dialoge, die mich eher zum Lachen brachten.

Ich kann für dieses Buch leider nur 2 von 5 Byrons vergeben, aber vielleicht bin ich von Thrillern auch einfach so genervt, dass ich sie einfach nicht mehr gut finden kann. Wie immer, sollten sich interessierte Leser selbst eine Meinung bilden.

© Beate Senft           

Michael Schofield - Ich will doch nur sterben, Papa [Beate]




Verlag: Kösel-Verlag
Autor: Michael Schofield
Titel: Ich will doch nur sterben, Papa
Seiten: 336 Seiten
Print:
978-3466309948
ASIN: B00HUPTFBS

Sprache: Deutsch
Medium: Hardcover
Genre: Wahre Begebenheit

Originaltitel: January first







Als Michael und Susan Schofield Eltern der kleinen January werden, ist ihr Glück perfekt. Doch es ist nur von kurzer Dauer. Von Anfang an ist Janni anders. Sie schläft als Säugling höchstens 4 - 5 Stunden am Tag und die nur in 20 Minuten Etappen. Die Eltern sind verzweifelt und merken sehr schnell, dass Janni ständig beschäftigt werden muss. Doch ihr Verhalten wird immer seltsamer und bald ist Janni ständig beim Arzt. Die Eltern denken, ein Geschwisterchen würde ihrer Tochter gut tun, doch von Anfang an ist Janni schrecklich aggressiv gegen ihren Bruder Bodhi. Mit 4 Jahren war das Mädchen schon mehrmals in der Psychiatrie, weil sie ständig versucht Leute zu verletzen. Die Eltern sind am Ende ihrer Kräfte. Mit sechs Jahren bekommen sie dann endlich eine Diagnose: Schizophrenie! Die Eltern sind verzweifelt, denn Schizophrenie ist die schlimmste der psychischen Erkrankungen und nicht heilbar. In dem Buch "Ich will doch nur sterben, Papa" hat Michael Schofield ihren Leidensweg aufgeschrieben. 

Der Klappentext des Buches war schon ziemlich erschreckend und ich fragte mich, ob so ein kleines Kind wirklich schon an Schizophrenie erkrankt sein kann. Kann man damit geboren werden? Als ich dann anfing zu lesen, war ich schnell entsetzt. Nicht wegen Janni, die sich später nur noch Jani nennt und hysterisch wird, wenn sie jemand mit January anspricht, sondern wegen ihren Eltern. Von Anfang an setzten sie dem Mädchen keinerlei Grenzen. Ließen sich von ihre schlagen und verletzen und erfüllten ihr sofort jeden Wunsch, damit sie keine Tobsuchtsanfälle bekommt. Zu dem Zeitpunkt war ich der absoluten Meinung, dass die Eltern selbst an Janis Verhalten schuld wären. 

Es wurde noch viel schlimmer, denn es kamen einige Dinge ans Licht, die Michael verbockt hat und die waren einfach bestürzend. Außerdem dachte der Vater er wäre der Nabel der Welt und der Einzige, der mit Jani zurecht kommt. Alle anderen waren Idioten, weil sie nicht sofort Janis Genie erkannten oder sie behandelten wie ein "normales" Kind. Egal was Jani auch tat, es hieß von Michael, dass sie schließlich ein Genie mit einem IQ von 146 ist. Da brauchte das Mädchen keine Umgangsformen und musste auch nicht nett zu anderen Kindern sein, weil die ihr ja sowieso komplett unterlegen waren. Ich war oft so richtig wütend beim Lesen. 

Aber je weiter ich in dem Buch kam, desto mehr Mitleid empfand ich für diese Familie. Sie haben wirklich sehr schlimme Zeiten hinter sich und es wurde immer deutlicher, dass Jani an Schizophrenie leidet. Sie hatte ständig Halluzinationen, konnte sie aber nicht als solche erkennen, weil es ihr ja von Geburt an so ging. Was für ein schlimmes Schicksal das doch ist. 

Jedem, der das Buch gelesen hat empfehle ich, die Filme über die Familie auf YouTube zu schauen. Denn auch der Sohn Bodhi ist wohl an Schizophrenie erkrankt. Wie verkraften das die Eltern nur? Sie haben keine freie Sekunde und leben nur in ständiger Angst um ihre Kinder. 

Es ist sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Die Familie macht schreckliches durch, auch wenn der Vater oft ein Idiot ist. Wir viele Byrons soll man dafür vergeben? Immerhin ist Michael so ehrlich und schreibt auch über sein und Susans Versagen. Über ihre Hilflosigkeit und der fehlenden Hilfe von Seiten des Staates. Nach langem Überlegen habe ich mich jetzt entschlossen 4 von 5 Byrons zu vergeben, denn vielleicht kann das Buch anderen Eltern von psychisch erkrankten Kindern Mut machen. Ich bin jedenfalls froh, diese Geschichte gelesen zu haben, denn es zeigte mir wieder wie viel Glück es doch ist gesunde Kinder zu haben. 

© Beate Senft                       

Dienstag, 18. August 2015

Poppy J. Anderson - 8 Pfoten und ein Traummann [ Marina]




Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Autor: Poppy J. Anderson  
Titel: 8 Pfoten und ein Traummann
Seiten: 216 Seiten
Print: 978-1515339885 

ASIN:B0135LY786 
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman










Zum Autor:
Poppy J. Anderson ist das Pseudonym einer deutschen Autorin mit amerikanischer Verwandtschaft, die an deutschen als auch ausländischen Universitäten studiert hat. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Liebesgeschichten, spielt mit ihrem Hund, beschäftigt sich mit ihrem vergötterten Patenkind und liebt es, Sport zu schauen! Vor allem deutschen Fußball und US-Football! Bereits seit ihrem 12. Lebensjahr erfindet sie Geschichten und hat mit "Touchdown fürs Glück" ihren ersten Roman veröffentlicht. Für ihre Romanhandlungen wird sie von alltäglichen Begebenheiten, witzigen Vorkommnissen aus ihrem Freundeskreis und plötzlichen Ideen inspiriert. Sie sagt, dass ihre Leser/innen bei der Lektüre lachen, weinen, schmunzeln und seufzen sollen - Hauptsache, sie freuen sich am Ende des Buches über das Happyend.
Quelle: Amazon.de

Zum Cover:
Wie bereits bekannt, sind die Cover der Geschichten rund um die Autorin Poppy J. Anderson immer sehr romantisch und verspielt, aber auch immer wieder treffend gestaltet.
Man schaut es an und kann sich schon in etwa vorstellen, wohin einen die Geschichte diesmal führt, zusammen mit dem Klappentext erhält man eine umfangreiche Information und meistens auch den Willen das Buch zu kaufen.

Hauptprotagonisten:
Alexis: hat in dem kleinen Örtchen Hailsboro einen Job zu erfüllen und so gar keine Lust überhaupt dorthin zu gehen.

Henry: ortsansässiger Tierarzt, Schwarm aller Frauen, tierlieber netter Kerl

Stinker & Satansbraten: zwei süße Welpen, die ausgesetzt wurden und nun ganz Hailsboro auf den Kopf stellen.

Zum Inhalt:
Eigentlich sollte Alexis Grayson im pulsierenden Miami sein, um dort die aufsehenerregendste Party des Jahres zu organisieren und endlich die heiß ersehnte Beförderung zu erhalten, auf die sie hart hingearbeitet hat. Doch dann kommt es anders, als die Eventmanagerin gedacht hat, und sie fährt mit einem klapprigen Mietauto ins beschauliche Hailsboro, um dort die Einhundertfünfzig-Jahr-Feier der Stadt zu organisieren. Ausgerechnet auf dem Weg dorthin stößt sie auf ein ausgesetztes Hundepaar, das sie vor dem Hitzetod rettet und anschließend einfach nicht loswird. In Hailsboro wird ihr schnell bewusst, dass die Uhren auf dem Land anders ticken als in der Stadt, dass die Organisation der Feier ständig von einer Gruppe älterer Damen torpediert wird, die sie mit ihren ausgefallenen Vorstellungen beinahe in den Wahnsinn treiben, und dass die beiden Hunde ihr Übriges tun, um Alexis um den Verstand zu bringen. Der einzige Lichtblick in diesem Chaos ist der attraktive Tierarzt Henry – doch dieser scheint mit Alexis nichts anfangen zu können. 

Meine Meinung:
Da ich jedes der Bücher von Poppy J. Anderson sehnsüchtig erwarte, hatte ich auch dieses gleich nach Veröffentlichung in den Händen. Diesmal führt uns ihre Geschichte zurück nach Hailsboro. Einem kleinen Städtchen in Texas, das der Hauptort dieser Serie ist und an den man immer wieder gerne zurückkehrt. Da dies bereits der 5. Band dieser Hailsboro Reihe ist, trifft man auch ein paar alte bekannte Menschen wieder und fühlt sich sofort mitten drin in der Geschichte. Die Hauptpersonen sind diesmal allerdings beide neu. Henry, der smarte Tierarzt ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und man kann ihn, kaum taucht er in der Geschichte auf, sofort gut leiden. Bei Alexis habe ich mir anfangs etwas schwer getan. Sie ging mir ein wenig auf die Nerven mit ihrer materialistischen Art und ihrem Gejammer. Auch den Namen finde ich schlichtweg schrecklich, was vielleicht auch einen Teil dazu beigetragen hat. Dies bessert sich allerdings im Lauf der Geschichte, wenn man sie etwas besser kennenlernt.
Total niedlich wirken die beiden Welpen Stinker und Satansbraten (auch wenn hier die Namenswahl deutlich besser hätte ausfallen können). Es ist schon beschrieben, wie sich die Welpen verhalten und was man mit ihnen alles erlebt. Man kann es sich richtig bildlich vorstellen und das entlockt einem schon einige Lacher. Vor allem wenn dann beschrieben wird, wie verzweifelt Alexis ist und doch liebt sie die kleinen irgendwie … sehr gut gelungen.
Der Plot der Story ist recht einfach gestrickt, aber ganz gut ausgebaut.
Hübsche Lady findet Welpen, muss natürlich zum Tierarzt, der „zufällig“ der begehrteste Junggeselle im kleinen Städtchen ist – und was passiert dann?? :-) Genau, die Geschichte nimmt einen chaotischen, aber auch romantischen Verlauf und man verfolgt gerne, wie sich Alexis und Henry kennenlernen und was diesmal in Hailsboro so alles passiert.
Leider ist es nur ein Kurzroman und genau an der Stelle, an der man sich wünscht, dass es ewig weitergeht, gibt es dann doch ein recht schnelles Ende. Dies tut aber dem ganzen keinen Abbruch. Man hat trotzdem ein nettes Lesevergnügen.

Mein Fazit:
Gerne kam ich wieder nach Hailsboro zurück, auch wenn der „Urlaub“ wie immer recht kurz war. Die Geschichten der Autorin sind leider immer viel zu kurz ;-)
Ich vergebe 3 Byrons für eine tolle Geschichte, aus der man aber doch mehr hätte machen können.

Infos zur Hailsboro Reihe:
"8 Pfoten und ein Traummann" ist der 5. Band der "Hailsboro-Reihe" und ein Kurzroman.
Band 1: "Beim zweiten Mal küsst es sicher besser"
Band 2: "Nachträglich ins Glück"
Band 3: "Ein Hinterwäldler zum Verlieben"
Band 4: "Hals über Kuss" 




© Marina Sharma        

Christina Jones - Aszendent zauberhaft [Marina]




Verlag: Goldmann
Autor: Christina Jones
Titel: Aszendent zauberhaft
Seiten: 416 Seiten
Print:
978-3442472512
ASIN: B004SBMN7A
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman

Originaltitel: Happy Birthday







Zum Autor:
Christina Jones schreibt seit ihrer Kindheit, aber ihre liebste Geschichte schrieb das wahre Leben. Nämlich die, wie ihr Vater, ein Zirkusclown, ihre Mutter, eine Lehrerin, kennenlernte. Beide arbeiteten aushilfsweise in einem Kaufhaus – er als Weihnachtsmann und sie als seine Weihnachtsfee. Neben Romanen schreibt Christina Jones Kurzgeschichten und Artikel für Magazine und Zeitungen. Ihr erster Roman wurde mit dem WHSmith Preis für junge Talente ausgezeichnet. Nach Jahren auf Reisen lebt Christina Jones nun mit ihrem Mann und einer Schar Katzen in Oxfordshire, England.
Quelle: Amazon.de

Zum Cover:
Das Cover ist in einem leuchtenden Orange gehalten, gepaart mit schwungvollen Linien und tollen farblichen Akzenten. Es wirkt sehr verspielt und man schaut es sich wirklich gerne an. Einen direkten Bezug zur Geschichte gibt zwar der Titel, da das Cover allerdings eher allgemein gehalten ist, kann man daraus keinen Rückschluss auf die Story bilden. Man erkennt allerdings zu wem das Buch gehört, denn die Gestaltung ist sehr ähnlich zu den bereits bekannten Büchern der Autorin.

Hauptprotagonisten:

Phoebe Bowler: Junge Frau, die von ihrem Zukünftigen an der Hochzeit sitzengelassen wird und nun versucht, sich ein neues Leben aufzubauen.

Essie Rivers: wohnt im Altersheim von Hazy Hassocks und verbreitet dort allerhand Wirbel.

Slo Motion: Teilhaber des Bestattungsinstitutes von Hazy Hassocks

Rocky Lancaster: Flugbegleiter, Gärtner und wohnt mit Phoebe im selben Haus. Wird von seiner Freundin Mindy verlassen.

Zum Inhalt:
Phoebe ist nicht zu beneiden. Kurz vor der Hochzeit ist sie von ihrem Fast-Ehemann verlassen worden und weiß nun nicht so recht, wie es weitergehen soll. Auch ihr attraktiver Nachbar Rocky kann da nicht helfen. Erst im lokalen Seniorenheim findet sie Rettung. Essie Rivers ist Astrologie-Expertin, und während Phoebe ihr eine schicke Frisur verpasst, erzählt Essie ihr von ihrer geheimen Geburtstagsformel. Angeblich kann man mit der den perfekten Partner finden. Klingt zu schön, um wahr zu sein, aber einen Versuch ist das allemal wert ...

Meine Meinung:
Ich habe bereits fast alle Bücher der Autorin gelesen und diese immer geradezu verschlungen. Und genau mit dieser Erwartung bin ich auch an dieses Buch gegangen und wurde zumindest zu Anfang schwer enttäuscht.
Es war unheimlich schwer in die Geschichte hineinzufinden, da sie anfangs unheimlich langatmig und geradezu langweilig geschrieben war. Die Story plätscherte so vor sich hin und man kam sich vor wie in einem Ratgeber für alleinstehende Frauen (Nach dem Motto: Wie lenke ich mich vom Single-Dasein ab) oder einem Ratgeber für Senioren, die auf der Suche nach einem Altersheim sind. Das auch noch ein Bestatter darin vorkommt macht das ganz nicht besser. Zwischendurch habe ich mich echt dabei ertappt aufgeben zu wollen und habe dann aber doch die Zähne zusammengebissen und durchgehalten. Und das wurde zum Glück auch belohnt, denn nach einer zeit nimmt die Geschichte tatsächlich Fahrt auf und es beginnt eine schöne Geschichte mit Romantik, Humor, etwas Ironie und einem kleinen bisschen Magie. Die Seiten beginnen zu fliegen und es baut sich eine angenehme Spannung auf. Man hat endlich Spaß am Lesen und genießt es dieses Buch in den Händen zu halten.
Die Protagonisten sind allesamt sehr gut und ausführlich beschrieben. Sie sind nett und passen sehr gut in die Story, und auch der Hang zum Übersinnlichen ist mit dem „Geburtstagszauber“ gut eingearbeitet und man verfolgt gerne, was sich aus dem Spiel mit der Magie entwickelt.
Die wie immer etwas schrulligen Bewohner der kleinen Städte rund um Berkshire passen sehr gut dazu und geben dieser Geschichte auch ein gewisses Flair.

Mein Fazit:
Mehr als 3 Byrons sind diesmal leider nicht drin. Meiner Meinung das bisher schwächste Werk der Autorin. Wenn man den Anfang überwindet allerdings doch noch lesenswert.
© Marina Sharma               

Sarah Bannan - Die Neue [Beate]




Verlag: Droemer
Autor: Sarah Bannan
Titel: Die Neue
Seiten: 368 Seiten
Print:
978-3426304242 
ASIN: B00PJAS6RK
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman

Originaltitel: Weightless 







Carolyn Lessing zieht mit ihrer Mutter nach Adamsville und kommt als neue Schülerin an die Adam's High. Alle sind begeistert von ihr, denn die Neue ist klug, schön und außergewöhnlich. Die beliebtesten Mädchen scharen sich um sie und die Jungs sind alle ein wenig verliebt. Doch dann begeht Carolyn einen unverzeihlichen Fehler: Sie kommt mit Shane, dem Footballstar, zusammen, der für sie Brooke, das beliebteste Mädchen der Schule, abserviert. Doch Brooke nimmt das nicht so einfach hin und startet über Facebook eine fiese Hetzkampagne. Aber auch in der Schule lässt sie kein gutes Haar an der Neuen und sie ist nicht die Einzige....

Es hätte so ein gutes Buch sein können, wenn.........
"Die Neue" ist nicht das erste Buch über Mobbing, das ich gelesen habe. Aber es ist das Buch, das mich total kalt ließ. Und daran ist hauptsächlich der Erzählstil schuld. Denn die Geschichte wird von einer Gruppe von Leuten gemeinsam erzählt. Immer heißt es "wir". Besser wäre ein Buch aus der Sicht des Opfers oder der Täter gewesen, aber hier erzählen die Mitläufer. 

Die Erzähler waren zwar nicht so ganz am Mobbing beteiligt, haben aber auch nichts dagegen unternommen. Gaben irgendwie ständig Carolyn die Schuld an allem. "Sie war anders als wir. Sie hätte ja nur so sein müssen wie wir anderen." Ja aber wie denn? Sie lebte ja nicht schon in der 3. oder 4. Generation in diesem kleinen Kaff, sondern kam aus New Yersey. Sie hatte bisher ein komplett anderes Leben geführt und dann soll sie plötzlich so ticken, die die Kids von Adamsville? Idiotisch. 

Diese Erzähler haben mich einfach nur schrecklich genervt. Zum Beispiel war die Gruppe als erstes von Carolyn eingeladen worden um sie zu Hause zu besuchen. Da hätte doch eine schöne Freundschaft entstehen können. Aber nein, die doofen Kühe haben nichts besseres zu tun, als gleich in Carolyns Bad den Medizinschrank zu untersuchen und Fotos davon auf Facebook zu stellen. Klar, macht ja bestimmt jeder, wenn er das erste Mal irgendwo eingeladen ist. Rumschnüffeln und Fotos auf Facebook stellen. Boah wie mich das genervt hat. 

Statt mit Carolyn zu reden, spionieren sie ihr hinterher und schnüffeln in ihren Sachen herum. Alles wird sofort auf Facebook veröffentlicht oder in der Schule herumerzählt. Schließlich muss man sich ja wichtig machen. Und schuld war ja sowieso keiner. Also außer Carolyn selbst natürlich. 

Ich weiß nicht, was sich die Autorin dabei gedacht hat, aber das Buch kommt so total unlogisch herüber. Und nicht nur das. Durch ihren gewählten Erzählstil ist es unmöglich zu einer der Personen eine Beziehung aufzubauen. Ich hab mich wirklich durch die Seiten gequält und immer gehofft, dass es besser wird. 

Aus dieser Geschichte hätte man so viel machen können, aber der Autorin ist es nicht gelungen mich mitzureißen. Die Charaktere blieben blass und kalt und die Geschichte empfand ich als sehr unrealistisch. Einzig die Figur der Carolyn, die aber immer nur von Anderen beschrieben wurde, konnte mich ein klein wenig begeistern. Darum kann ich leider auch nicht mehr als 2 von 5 Byrons vergeben. Alleine eine andere Erzählperspektive hätte aus dem Buch ein spannendes Leseerlebnis gemacht. So gibt es leider keine Leseempfehlung von mir. 

© Beate Senft                  

Mittwoch, 12. August 2015

Brigitte Janson - Holunderherzen [Marina]





Verlag: List
Autor: Brigitte Janson
Titel: Holunderherzen
Seiten: 336 Seiten
Print:
978-3548612874
ASIN: B00WWNPR4W

Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman








Zum Autor:
Die Autorin Brigitte Janson wurde 1957 in Lübeck geboren, verbrachte ihre Kindheit aber im Tessin und in Rom, ehe sich die Familie in Hamburg niederließ, als sie 12 Jahre alt war. Nach dem Schulabschluss ging sie nach Uelzen, wo sie bei der Allgemeinen Zeitung zunächst als Volontärin und anschließend als Redakteurin arbeitete. Nach fünf weiteren Jahren bei der Landeszeitung in Lüneburg kehrte sie nach Hamburg zurück, um bei der Zeitschrift Auf einen Blick als Redakteurin zu arbeiten.
Im Sommer 1989 machte sie einen Schnitt in ihrem Leben und zog mit einer Freundin nach Pesaro in Italien, wo sie sich zunächst mit dem Schreiben von Kurzgeschichten für Frauenzeitschriften über Wasser hielt. Zudem lernte sie ihren späteren Mann Giancarlo kennen, mit dem sie Zwillingsmädchen bekam, doch leider verstarb er bereits neun Monate später.
So musste sie weiterhin Kurzgeschichten schreiben, ehe die Töchter groß waren und sie mehr Zeit für sich hatte, um ihren Traum von einem großen Roman zu verwirklichen. Dieser Roman Die Tortenbäckerin, ausgerechnet ein Hamburg-Roman, geschrieben in Italien, erschien 2011 im Ullstein-Verlag.
Brigitte Janson hat unter mehreren Pseudonymen Liebesromane veröffentlicht und lebt mit ihren Töchtern weiterhin in den italienischen Marken. Sie ist seit 2003 Mitglied bei DeLia und ist dort auch bei der Vergabe des Literaturpreises sehr aktiv.

Zum Cover:
Das Cover ist in einem hellen Ton gestaltet, auf diesem natürlich wie im Titel schon angedeutet Holunder zu sehen ist. Auch Vögel zieren das Cover. Es gibt auch einen Bezug zur Geschichte, da Anne in ihrem Betrieb als Spezialität gebackene Holunderherzen anbietet. Die Holunderpflanze ist außerdem ein großes Thema und begleitet die ganze Geschichte immer wieder.
Es ist schön anzuschauen, eine kauf aufgrund des Covers würde es bei mir allerdings nicht geben!

Hauptprotagonisten:
Anne Winkler: besitzt in Hamburg einen gut laufenden Partyservice, wurde gerade von ihrem Freund Roland verlassen und hat einen Tapetenwechsel dringend nötig
Tilly Winkler: Anne´s Tante. Sie lebt in einer Wohnwagensiedlung, dem sogenannten „Holunderdorf“, ist etwas schrullig und hat Haare auf den Zähnen. Zu ihr gehört der Mops Hugo.
Thies Arens: Fischer und heimlicher Verehrer von Tilly
Carsten Sörensen: Dorfarzt und heimlicher Schwarm von Anne Winkler

Zum Inhalt:
Nach einer gescheiterten Beziehung hat Anne die Nase voll von der Liebe und hofft auf die heilende Wirkung ihrer Tante. Die eigenwillige Tilly ist das schwarze Schaf der Familie und Annes großes Vorbild. Doch Tilly scheint selbst nicht ganz auf der Höhe zu sein: Ihr Öko-Hof in der Lübecker Bucht ist halb verlassen, einzig ihr Mops Hugo leistet ihr Gesellschaft. Hinter der spröden Fassade ihrer Tante entdeckt Anne eine verletzliche Frau, die oft zerstreut wirkt. Anne beschließt zu bleiben und den wild wachsenden Holunder auf Tillys Hof zur neuen Einnahmequelle zu machen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt vom Fischer Thies, und auch der Landarzt Carsten lässt sich überraschend oft blicken. Vielleicht ist in Sachen Liebe ja doch noch nicht alles zu spät?

Meine Meinung:
Ich hab ziemlich lange gebraucht um in das Buch hineinzufinden und Spaß daran zu haben. Die ersten 100 Seiten waren schwere Kost, da sich nichts wirklich ereignet hat und man auch keinerlei Anstieg einer Spannungskurve erkennen konnte. Die Geschichte plätscherte so dahin, ohne dass wirklich etwas passierte. Dazu kam noch, dass mir Anne Winkler anfangs so unsympathisch war und mir regelrecht auf die Nerven gegangen ist. Das alles wurde erst dann wirklich besser als Anne ins Holunderdorf kam, ihr Leben änderte und die Geschichte etwas an Fahrt aufnahm.
Der Plot der Story gibt jetzt nicht wirklich allzuviel her und man darf wohl auch nicht zu viel erwarten, doch gibt man dem Buch auch nach den ersten 100 Seiten eine Chance kann man doch noch gut in die Story hinein finden und ein echtes Lesevergnügen haben.
Richtig gut in die Geschichte passt die verschrobene Tante Tilly, die dem ganzen mit ihrer Art immer wieder neuen Schwung gibt, deren eigene Geschichte jedoch auch zum Nachdenken anregt.
Es ist toll beschrieben, wie sie sich selbst im Verlauf ihrer Krankheit sieht und wie es für andere erscheint. Sie ist eine mutige Frau, die trotz fortschreitender Krankheit weiß, was sie will. Das hat mich sehr beeindruckt.
Und auch Anne halte ich im Nachhinein für sehr mutig. Denn wie viele Leute schaffen es denn tatsächlich alle alten Zelte abzubrechen und anderswo ein neuen, erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
Sympathisch war mir auch der Landarzt Carsten Sörensen, der nach dem Tod seiner Frau, zusammen mit seiner Tochter, Tilly und Anne wieder Schritt für Schritt ins Leben zurückfindet! Er hat es verdient glücklich zu sein!

Mein Fazit:
Ich kann für dieses Buch drei solide Byrons vergeben, ein Highlight war es für mich aber leider nicht! 

© Marina Sharma