Mittwoch, 17. Oktober 2012

Sönke Hansen - Roadkill (Eine Zombie-Novelle)









Der arbeitslose Dave ist ein Loser. Den ganzen Tag hängt er in seiner Wohnung ab und hätte er nicht seinen Freund Jesper, der ihn regelmäßig besucht, hätte er wohl gar keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Als Jesper mal wieder zu Besuch ist klingelt es an der Tür. Dave geht nach unten auf die Straße und steht mitten in der Hölle. Die Menschen sind verrückt geworden, fallen übereinander her und zerfleischen sich. Kurz bevor es Dave und Jesper an den Kragen geht werden sie von einem Trupp Soldaten gerettet, die sie mitnehmen. Eine blutige Reise durch Deutschland beginnt, die das ganze Grauen offenbart. Überall lauern Zombies, es gibt kaum noch ein Entrinnen. Und dann entpuppen sich die Soldaten auch noch als Nazis. Gibt es den Militärstützpunkt In Rügen wirklich? Werden die Freunde dort Hilfe bekommen?

Mit Roadkill ist Sönke Hansen ein temporeicher und spannender Roadtrip gelungen der seinesgleichen sucht. Man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und kommt praktisch nicht mehr zum Luft holen, denn es geht Schlag auf Schlag. Dabei ist diese bedrückende und blutige Story auch noch mit einer Priese schwarzem Humor gewürzt, der mir besonders gut gefallen hat. Ab und zu habe ich mich gefragt wer hier die wahren Monster sind: die Zombies oder diese Nazitypen. Ich denke, dass das vom Autor beabsichtigt war. Man sollte sich auf keinen Fall von den wenigen Seiten in die Irre führen lassen, denn diese Geschichte hat alles was eine gute Novelle ausmacht. Bis hin zum, in meinen Augen, absolut geglücktem Ende, das gar nicht anders hätte sein dürfen. Der Schreibstil des Autors ist locker, flockig und leicht und schnell zu lesen. Die Beschreibungen fallen sehr knapp aus, was mir absolut entgegenkommt, denn mit seitenlangen Landschaftsbeschreibungen kann ich bei einem Horrorroman nichts anfangen.  Von mir gibt es volle 10 von 10 Punkten und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde mit stabilem Magen. Ich hoffe, wir bekommen noch viel mehr von diesem Autor zu lesen. Mich würde es jedenfalls freuen. 

Ronald Malfi - Die Treppe im See





Der Horrorschriftsteller Travis Glasgow zieht mit seiner Frau Jodie in eine idyllische Kleinstadt in der auch sein älterer Bruder Adam wohnt.  Das Haus war für einen Spottpreis zu haben, denn nachdem der Sohn der  Dentmans  starb, wollten sie es nur noch los haben.  Travis hofft hier mitten in der Natur seine Schreibblockade zu überwinden und mit seiner Vergangenheit abzuschließen, denn er fühlt sich verantwortlich für den Tod seines kleinen Bruders, der damals erst 10 Jahre alt war, als er starb. Der See hinter dem Haus scheint ihn magisch anzuziehen. Hat das etwas mit dem Tod des kleinen Elijahs zu tun, der in diesem See ertrank? Seine Leiche wurde nie gefunden. Und auch mit dem Haus stimmt irgendetwas nicht. In der Nacht hört Travis Schritte von nackten Füßen im Haus, die Kellertür geht auf und zu und Stimmen wispern in der Nacht. Bildet Trevis sich das alles ein oder möchte ihm Elijahs Geist etwas mitteilen?

Der Ich-Erzähler Travis erzählt seine Geschichte und lässt uns so an seiner Gedankenwelt und seinen Gefühlen teil haben. Er leidet unglaublich unter dem Tod seines Bruders Kyle und hatte immer wieder Depressionen und auch einen Nervenzusammenbruch. Hier in der Nähe seines älteren Bruders erhofft er sich, sich wieder mit Adam auszusöhnen, mit dem er vor Jahren im Streit auseinanderging. Wir erleben den Einzug von Trevis und Jolie mit, wir hören in der Nacht die Geräusche im Haus, wir fühlen mit ihm die Kälte und sehen die kleinen Fußabdrücke im Keller. Doch trotzdem habe ich mich nicht gegruselt. Das lag wahrscheinlich daran, dass auch Trevis diese Phänomene ziemlich gelassen hingenommen hat. Er schien auch nie wirklich Angst zu haben und so blieb auch ich als Leser sehr gelassen. Das nimmt aber dem Buch keineswegs die Spannung, denn man liest Seite um Seite um endlich zu erfahren was in diesem Haus passiert ist.

Der Schreibstil von Ronald Malfi ist einfach großartig. Er versteht es in einfachen Sätzen die Personen, die Handlung und die Landschaft vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Man läuft mit dem Ehepaar Glasgow durch das alte Haus und hört die Holzbohlen knirschen. Das Buch ist wirklich sehr gut gelungen, auch wenn bei mir kein Gänsehautfeeling aufkam. Es punktet mit düsterer Atmosphäre und kommt ganz ohne Literweise Blut und Gedärm aus. Ein absolutes muss für alle Horrorfans. Ich vergebe 9 von 10 Punkten. 


Freitag, 12. Oktober 2012

Alex Adams - White Horse


Als erstes möchte ich mich ganz herzlich bei Amazon  für das Rezensionsexemplar bedanken.

Nachdem Zoes Freund bei einem Autounfall ums Leben gekommen war, arbeitet sie als Putzfrau bei Pope Pharmaceuticals um nicht mehr groß nachdenken zu müssen und den Kopf frei zu bekommen. Als sie eines Tages in ihre gut gesicherte Wohnung zurück kommt, steht ein verschlossenes Gefäß auf dem Tisch im Wohnzimmer. Es ist ein Krug aus Keramik, der sehr alt wirkt. Nichts deutet auf seinen Inhalt hin. Lange wehrt sich Zoe dagegen, dieses Gefäß zu öffnen, doch dann beginnen die Leute um sie herum zu sterben.

Irgendwann ist die Neugier stärker und sie entlässt ein gefährliches Virus in die Welt. White Horse. So genannt nach dem Pferd des 1. Apokalyptischen Reiters. Das Virus tötet 90% der Bevölkerung und von den überlebenden verwandeln sich 5% in Mutanten. Als Zoe auch noch erfährt dass sie schwanger ist, verlässt sie ihre Wohnung und ihr Land und macht sich auf den Weg nach Griechenland um nach dem Vater ihres Babys zu suchen. Wird sie dort ankommen und finden was sie sucht? Wird ihr Kind überleben und gesund auf die Welt kommen?

Ganz ehrlich? Ich fand das Buch total langweilig. Das Augenmerk liegt in diesem Roman nicht in der Spannung sondern hier spielen die Gefühle von Zoe die Hauptrolle. Es geht fast nur um ihr Empfinden, ihre Angst, ihr Leid und ihre Träume. Auch ist sie die einzige Person in diesem Roman die eine gewisse Tiefe aufweist. Alle anderen Figuren bleiben ziemlich blass und sind fast alle nur kurze Weggefährten. Auch die ständig wechselnde Zeit zwischen "Damals" und "Jetzt", können die Spannung nicht steigern.

Am Liebsten hätte ich das Buch kurz nach der Hälfte abgebrochen. Aber da man nur ein Buch beurteilen kann das man ganz gelesen hat, habe ich mich bis zum Ende durch gequält. Das Einzige, was mir gefallen hat, ist die düstere Stimmung die die Geschichte verbreitet. Außerdem fand ich es ziemlich unlogisch, dass Zoe ständig massenweise Leute trifft, wo doch nur noch 5% der Bevölkerung gesund und am Leben sind. "White Horse" ist der erste Teil einer Trilogie, aber die anderen beiden Teile werde ich mir sparen. Schade. Ich hatte wesentlich mehr von dem Buch erwartet. Ich vergebe 5 von 10 Punkten.


Mittwoch, 10. Oktober 2012

André Wegmann - Der Schrecken am See



Das frisch verliebte Pärchen Jana und Philipp machen Urlaub in einer Ferienwohnung am Alatsee. Sie möchten hier das zusammenleben proben um sich danach eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Die Fahrt war anstrengend, dennoch schlägt Jana einen kurzen Spaziergang zum mythenumrankten See vor.  Die Atmosphäre dort im Wald ist sehr unheimlich und plötzlich ertönt ein schreckliches Lachen aus der Dunkelheit. Die beiden rennen zurück zu ihrer Wohnung und verschließen die Tür. War da nicht eben noch  jemand am Fenster? Innerhalb einer Nacht wird sich das Leben von Jana und Philipp grundlegend ändern.

Ganz herzlich möchte ich mich bei Herrn Wegmann für das eBook bedanken, das er mir kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Nachdem ich von André Wegmann schon Kutná Hora Kreaturen des Zorn gelesen hatte und davon so richtig begeistert war, freute ich mich jetzt schrecklich auf die Lektüre seines neuen Horrorromans. Und der Autor hat mich nicht enttäuscht. Wie ich es gerne mag, gibt es jede Menge Blut, Kampf, brutale Szenen und ein wenig Sex. Mit knappen Worten beschreibt Herr Wegmann das Grauen einer Nacht. Keine langweiligen Landschaftsbeschreibungen oder Seitenlange Dialoge stören die Spannung. Hier geht es Schlag auf Schlag. Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass hier mal die Frau diejenige ist, die sich nicht unterkriegen lässt und kämpft bis zum letzten Atemzug. Kein kleines Dummchen, das zu doof ist ihre Handtasche zu öffnen ;o) Manches hätte ich mir sogar etwas ausführlicher gewünscht, z.b. die Geheimnisse um die es geht. Aber trotz der Kürze wird alles aufgelöst und es bleiben keine Fragen übrig.

Weiter so Herr Wegmann. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch und vergebe für Blutwahn 9 von 10 Punkten.



Sonntag, 7. Oktober 2012

Julie Watson - Tochter der Schwäne


Deirdre wächst tief im Wald in einer kleinen Gemeinschaft auf. Sie wird heimlich zur Druidin ausgebildet und kann sich sehr gut mit den Seelen der Tiere verbinden. Als König Conor die junge Frau sieht, verliebt er sich unsterblich in sie, obwohl er sie nach ihrer Geburt in den Wald geschickt hatte, weil eine Prophezeiung besagt, dass Deirdre Conor zu Fall bringen wird und das Königreich Ulster danach untergeht.Deirdre weigert sich den alten König zu heiraten und flieht mit dem jungen Naisi und seinen beiden Brüdern. Die drei gehören zum Roten Zweig, den besten Kriegern des Königs. Da König Conor nicht aufgibt nach ihnen zu suchen müssen sie ihr geliebtes Irland verlassen und fliehen nach Schottland. Aber auch dort verliebt sich der König in die wunderschöne Deirdre, deren Herz aber nur Naisi gehört.

In „Tochter der Schwäne“ hat die Autorin Julie Watson die Legende um Deirdre und Naoise aus dem Ulster-Zyklus verarbeitet und ich finde, sie hat ihre Sache sehr gut gemacht.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit den keltischen Namen und ihrer Aussprache, aber ich gewöhnte mich doch ziemlich schnell daran. Besonders schön fand ich die Landschaftsbeschreibungen und die Gefühle und Emotionen der Protagonisten. Sowohl Deirdre als auch Naisi fühlen sich sehr mit den Tieren verbunden und ehren das Leben.

Die Charaktere der verschiedenen Personen sind sehr vielschichtig gestaltet. Da hat sich die Autorin wirklich sehr viel Mühe gegeben. Die Mischung aus Fantasy und Historie fand ich unglaublich gut gelungen und wenn Deirdre mit den Sidhe Zwiesprache gehalten hat konnte ich sie fast flüstern hören. Die Autorin bedient sich einer wunderschönen Sprache und versucht auch nicht mit aller Macht dem Buch ein Happy End zu verpassen. Das wäre meiner Meinung nach auch vollkommen unpassend gewesen. Was ich noch sehr positiv fand war, dass es kaum Schlacht- oder Kriegsszenen in dem Buch gibt. Somit ist es wohl eher etwas für Frauen. Einzig die Länge des Buches kann man bemängeln, das mit seinen 760 Seiten doch sehr üppig ausgefallen ist. Da hätte man gerne das Eine oder Andere kürzen können.

Alle die gerne Marion Zimmer Bradley lesen werden auch sicherlich an diesem Buch gefallen finden. Ich vergebe 8 von 10 Punkten für einen Roman der mich richtig verzaubert hat und der mich in einer Schlaflosen Nacht in eine andere Welt entführt hat.

Samstag, 6. Oktober 2012

Josephine Pennicott - Dornentöchter




Ein ganz großes Dankeschön an Amazon für dieses tolle Rezensionsexemplar, das nicht nur durch das wunderschöne Cover, sondern auch durch seine wundervolle Geschichte besticht.

Sadie hatte es in letzter Zeit nicht einfach. Erst die Trennung von ihrem Mann Jack und dann noch der Tod ihrer geliebten Mutter Marguerite. Um sich von diesen Tierfschlägen zu erholen, zieht die Schriftstellerin und Journalistin mit ihrer Tochter Betty nach Tasmanien in das kleine Fischerdorf Pencubitt. Dort steht Marguerites Elternhaus , das Poet´s Cottage, das nun Sadie gehört.

Über Generationen hinweg haben schon immer Dichter und Schriftsteller in dem wunderschönen Haus an der Küste gelebt und Sadie fühlt sich sofort willkommen in den alten Räumen, die immer noch die Geschichte ihrer Großmutter Pearl erzählen, die im Keller des Hauses auf brutalste Art getötet wurde.  Sadie möchte Pearls Geschichte aufschreiben und hofft, ihre Tante Tomasina, die im Gartenhaus lebt, könne ihr Dinge aus dem Leben der schillernden Kinderbuchautorin erzählen.

Außerdem hofft Sadie, dass sich ihre Tochter von ihrer Magersucht erholt, wenn sie auf eine andere Schule geht und nicht mehr gemobbt wird. Doch dann fühlen sich die beiden Frauen plötzlich beobachtet. Dinge liegen nicht mehr da, wo sie sie hingelegt haben und aus dem Keller dringen Geräusche und ein schrecklicher Gestank. Will jemand verhindern, dass Sadie ständig in der Vergangenheit gräbt um mehr über den Mord an ihrer Großmutter herauszubekommen?

Dornentöchter ist eins der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte spielt in 2 Zeiten. Einmal bekommen wir Sadies Geschichte im Hier und Jetzt erzählt und dann werden wir in das Jahr 1935/36 entführt um am schillernden Leben von Pearl teilzuhaben. Pearl war ein Freigeist, der nichts auf Konventionen gab. Die Tat was ihre gefiel und auf niemanden Rücksicht nahm. Nicht einmal auf Ehemann und Kinder. Die Leute im Dorf hassten die junge Schriftstellerin, die hemmungslos mit jedem Mann flirtete.

Die Autorin hat es geschafft mich so in die Geschichte zu verflechten, dass ich am Liebsten nicht mehr aus ihr aufgetaucht wäre. Mit jeder Seite die ich gelesen hatte fühlte ich mich mehr mit den Figuren des Buches verbunden, die alle wunderbar gezeichnet sind. Sie haben eine unglaubliche Tiefe, vor allem Pearl mit ihrem schrecklichen Charakter. Durch den Wechsel der Zeiten blieb das Buch für mich konstant spannend.

Die Landschaftsbeschreibungen des kleinen Dörfchens, die so sehr an ein Dorf im englischen Cornwall erinnern, erweckten in mir den Wunsch meine Koffer zu packen und in diese wundervolle Gegend zu ziehen, in der man zu jeder Zeit des Tages das Rauschen des Meeres hören kann. Die Intrigen und Gemeinheiten des Romans hielten mich gefangen und ich war wirklich richtig traurig, als ich auf der letzten Seite angelangt war. Das war ein Buch, wie für mich geschrieben und es bekommt von mir 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. 




Dienstag, 2. Oktober 2012

Edgar Allan Poe - Unheimliche und fantastische Geschichten



Das Buch hatte ich mir aus der Bibliothek geliehen, weil es wundervoll von Cris Grimly illustriert wurde. Die Bilder sind wunderbar skurril und einfach klasse.

Das Buch enthält 4 Geschichten des Großmeisters des Horror.
Die schwarze Katze
Die Maske des roten Todes
Hops-Frosch
Der Untergang des Hauses Usher

Zu den Geschichten muss ich wohl nichts sagen, denn die kennt wahrscheinlich jeder Fan von Edgar Allan Poe. 

Diese 4 Storys werden in moderner Sprache für Kinder von 10 bis 16 Jahren erzählt, können natürlich aber auch gerne von Erwachsenen gelesen werden. Gerade die Illustrationen sind es wert, dass sich jeder Poe-Freund das Büchlein ins Regal stellt. Ich finde es einfach wunderbar und mit 135 Seiten ist es auch schnell mal gelesen. Gerne auch 2 oder 3 Mal.
Auf jeden Fall werde ich mir das Buch noch selbst zulegen, denn es muss einfach in mein Regal, damit ich mir immer wieder die wundervoll, komischen Bilder anschauen kann.
Ich vergebe 10 von 10 Punkten.


Cornelia Funke - Reckless Lebendige Schatten



Einen herzlichen Dank an Amazon für das Rezensionsexemplar.

Jacobs Suche nach einem magischen Gegenstand der ihm das Leben retten kann geht weiter. Zusammen mit Fuchs reist er durch die Welt hinter dem Spiegel, aber die Chancen sein Leben zu retten werden immer geringer. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen den Goyl Nerron beginnt, denn Nerron möchte der größte Schatzsucher der Spiegelwelt werden während es bei Jacob um das nackte Überleben geht.

Tja, wie sag ichs meinem Kinde? Ich hatte mich auf den 2. Teil über Jacob und Fuchs gefreut, weil ich gehofft hatte, er würde besser werden als der Erste. Aber meine Hoffnung wurde leider nicht erfüllt und ich fand ihn leider noch schlechter als den Ersten Band. Platte Dialoge, ständige Wiederholungen, fehlender Witz, verwirrende Beschreibungen und langweile Handlung bilden den Kern des Buches. Wenn man Reckless mit der Tintenwelt vergleicht kann man kaum glauben, dass es von der gleichen Autorin geschrieben wurde. Wahrscheinlich stehe ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da, aber ich kann es nicht ändern. 


Ich hätte das Buch sehr gerne abgebrochen, aber da es ein Rezensionsexemplar war, habe ich mich bis zum bitteren Ende durchgequält. Immer in der Hoffnung, es könnte noch besser werden. Aber das wurde es nicht. Jacob blieb dieses mal schrecklich blass, machte keinerlei Entwicklung durch. Fuchs war da wesentlich besser gezeichnet. Auch die Suche nach Jacobs Vater geriet in diesem Band vollkommen in Vergessenheit. Einzig den Goyl Nerron empfand ich als kleinen Lichtblick. Er war witzig und hatte Tiefe. Was mich aber am Meisten störte war, dass von der märchenhaften Spiegelwelt kaum noch etwas übrig war. Sie ähnelte unserer Welt auf erschreckende Weise. Das war leider nichts Frau Funke. Von mir gibt es 4 von 10 Punkten.


Sonntag, 30. September 2012

Bryan Smith - Seelenfresser



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Festa-Verlag für das Rezensionsexemplar. Eure Bücher sind für mich einfach die Besten.

Jake soll zurück nach Rockville kommen, das er vor vielen Jahren verlassen hat. Seine verhasste Mutter hat ihn angerufen und ihn um Hilfe gebeten, denn seit sein kleiner Bruder Trey eine neue Freundin hat, stimmt etwas nicht mit ihm. Für seinen Bruder nimmt Jake ein Treffen mit seine verhassten Familie in Kauf. Und er hat sich nicht getäuscht. Seine Mutter und ihr neuer Ehemann sind immer noch so asozial und versoffen wie eh und je. Trey wirkt wie hypnotisiert. Kann seinem Bruder nicht in die Augen schauen und sagt kaum ein Wort. Was Jake nicht weiß ist, dass Myra, Treys Freundin, eine Lamia ist und ihn vollkommen unter Kontrolle hat. Auch die meisten anderen Bewohner von Rockville verändern sich plötzlich. Kann Jake wirklich helfen und wird er Verbündete finden? Oder wird die Lamia auch ihn in ihre Gewalt bringen? Kann ein Mensch überhaupt über einen Dämon siegen?

Seelenfresser ist zwar nicht Bryan Smiths bestes Buch, aber immer noch sehr lesenswert. Wie man es von dem Autor gewohnt ist gibt es auch in diesem Buch jede Menge Sex und Gewalt. Es ist also nichts für zart besaitete. Die Handlung fand ich dieses Mal nicht ganz so interessant und fesselnd, auch wenn sich die Spannung ab der Hälfte des Buches steigerte. Das Ende fand ich leider vorhersehbar aber auch sehr gut und absolut passend. 


Smith Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen. Es gibt nicht viel drumherum, sonder der Autor kommt ziemlich schnell auf den Punkt. Das, finde ich, macht guten Horror aus. Da möchte ich keine seitenlangen Landschaftsbeschreibungen sondern es soll ordentlich zur Sache gehen. Und das wurde hier wieder gut umgesetzt. Smith schafft es seine Charaktere so zu zeichnen, dass ich keine emotionale Bindung zu ihnen aufbaue. Das ist sehr hilfreich, wenn mal wieder einer der "Guten" stirbt. Das heißt aber nicht, dass die Personen lieblos gestalten wären oder nicht genügend Tiefe hätten. Ich glaube um das zu verstehen, muss man selbst die Bücher von Bryan Smith gelesen haben. Ich vergebe 
für Seelenfresser 8 von 10 Punkten und freue mich schon auf das nächste Buch des Autors.


Samstag, 29. September 2012

Sina Beerwald - Hypnose



Vielen herzlichen Dank an Sina Beerwald und den Heyne-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Nach der Totgeburt ihres Sohnes Jonas zieht sich Inka ganz in ihr Schneckenhaus zurück. Sie hat keine Freude mehr am Leben und kann nicht verstehen, warum sie sich so gut wie gar nicht an die Geburt und die darauf folgenden Tage erinnern kann. Hat sie alles verdrängt um ihr Leben einigermaßen weiterleben zu können? Sie beschließt eine Hypnosetherapie zu machen und die scheint wirklich ein wenig zu helfen. Nach einem halben Jahr lädt sie endlich wieder ihre Freunde zu sich ein. Doch der Tag endet tragisch. Ihre Freundin Annabel tötet ihren Freund Jannis, kurz nachdem die beiden wieder zu Hause sind. Inka kann nicht glauben, dass ihre beste Freundin zu so etwas in der Lage ist. Hat sie die Tat unter Hypnose begangen? Das wäre die einzige mögliche Erklärung für Inka, da Annabel sich auch einer Hypnosetherapie unterzogen hatte. Sie fängt an nachzuforschen und plötzlich ist nichts mehr so wie es sein sollte. Und was ist plötzlich mit ihrem Mann Peter los? Warum ist er ständig unerreichbar?


"Hypnose" ist Sina Beerwalds erster Psychothriller, aber das merkt man überhaupt nicht. Die Story fängt spannend an und der Spannungsbogen hält sich durchgehend bis zum Schluss. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war ganz gefangen in der Handlung. Das Thema Hypnose ist ja den meisten Menschen nicht ganz geheuer und die Autorin hat es geschafft, dieses ungute Gefühl noch zu vertiefen. Die Charaktere sind größtenteils sehr gut gezeichnet. Manche sind sehr sympathisch, anderen würde man am Liebsten den Hals umdrehen. Inka kann einem nur leid tun. Der Verlust ihres Babys macht ihr so schwer zu schaffen, dass sie keine Freude mehr am Leben hat. Ich als Mutter kann das sehr gut verstehen, wie die meisten Frauen, denn das eigene Kind zu verlieren ist für mich das schlimmste, das passieren könnte. Ihr Mann Peter möchte nicht über den Verlust sprechen, ihre Freundin hat sich zurückgezogen und so steht sie ziemlich alleine mit ihrem Schmerz da. Von der Hypnose verspricht sie sich sehr viel. Aber gleichzeitig hat sie auch ein unangenehmes Gefühl. Tut sie das Richtige? Und dann, gerade als es ihr ein wenig besser geht, passiert dieser Mord. Begangen von ihrer besten Freundin. Das Buch hat mich stellenweise richtig erschüttert. Ich konnte mich sehr gut in Inka hineinversetzen und die Handlung zog wie ein Film an mir vorbei. Nun warte ich ganz gespannt auf den nächsten Thriller der Autorin und hoffe, dass der mich genauso fesseln kann.

Ich vergebe 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. 



Donnerstag, 27. September 2012

Award

Gerade hat mein Blog einen Award von der lieben Silke verliehen bekommen. Ich habe mich richtig doll darüber gefreut. 


 
Und da man ihn an 5 junge Blogs weitergeben soll, werde ich das jetzt mal tun:


Das sind die Regeln:



Die Bedingungen:
- Postet den Award auf eurem Blog
- Verlinkt den Nominator als kleines Dankeschön
- Gebt ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog

Und ich gebe den Award gerne weiter an:

So macht das Bloggen doch erst richtig Spaß! :-)

Mittwoch, 26. September 2012

Nele Neuhaus - Wer wind sät






Das Ermittlerteam wird zu der Firma WindPro gerufen. Über das Wochenende hat der Nachtwächter der Firma tot in dem Bürogebäude gelegen. Da es allem Anschein nach Mord war, fangen die beiden Polizisten an zu ermitteln. Kurze Zeit später gibt es wieder eine Leiche. Der Bauer Hirtreiter und sein Hund wurden erschossen. Haben seine Kinder etwas damit zu tun? Denn Hirtreiter hatte sich geweigert eine seiner Wiesen zu verkaufen, für die ihm die Firma WindPro 3 Millionen Euro zahlen wollte. Seine 2 Söhne und die Tochter sind außer sich, als sie davon erfahren, denn sie bräuchten das Geld dringend. Oder hat der Mord etwas mit der Bürgerinitiative und den geplanten Bau eines Windparks mitten im Taunus zu tun? Wie steckt Theissen dahinter, der Chef der WindPro und was hat die Bürgerinitiative damit zu tun?

Wie üblich bei Nele Neuhaus gibt es wieder jede Menge Verdächtiger. Da sind nicht nur Theissen und seine Mitarbeiter, sondern auch noch Jannis und Ricky, die für die Bürgerinitiative tätig sind, genauso wie Bodensteins Vater. Und wie passt Nika in dieses Spiel, die bei dem Pärchen lebt und in Rickys Tierladen mitarbeitet? Was hat Bodensteins Vater mit der Sache zu tun? War doch der Erschossene sein bester Freund. Die beiden Ermittler kommen keinen Schritt weiter. Da ist es auch nicht besonders Hilfreich, dass sich Oliver von Bodenstein in eine der Verdächtigen verliebt.

In dieser Folge wird Bodensteins Lack ziemlich angekratzt. Statt Pia bei den Ermittlungen zu helfen, hat er nur noch diese Frau im Kopf. Das macht ihn irgendwie noch menschlicher, auch wenn ich mir den souveränen Oliver zurück gewünscht hatte. Auch Pia ist einige male ungerecht und fährt auch mal aus der Haut. Insgesamt hat mir das Team wieder sehr gut gefallen. Außerdem bekommt das K11 einen neuen Mitarbeiter, der sehr sympathisch rüber kommt. 

Die Rückblenden die Frau Neuhaus immer wieder zwischen die Kapitel geschoben hat hielten die Spannung konstant hoch. Das Thema fand ich sehr interessant, ist doch die Klimaerwärmung in aller Munde. Was, wenn das alles nur eine Lüge wäre? Außerdem hat der neue Kollege frischen Wind ins Team gebracht. Für mich war das bisher der Beste Fall für das Team um Bodenstein und Kirchhoff, den ich wie schon die Teile zuvor, wieder in einer sehr netten und lustigen Leserunde gelesen habe. Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinen Mitleserinnen für die tolle Zeit. Gespannt warten wir jetzt auf den 6. Teil, den wir auch wieder gemeinsam lesen werden. Wir können es kaum noch erwarten. Danke Frau Neuhaus für diese tolle Reihe. Ich vergebe 10 von 10 Punkten
.


Dienstag, 25. September 2012

Derek Meister - Knochenwald



Ein großes Dankeschön an blanvalet für das Rezensionsexemplar dieses tollen historischen Krimis.

Der in Lübeck lebende Rungholt hat sich  nach München aufgemacht. Dort werden für kurze Zeit besondere Reliquien ausgestellt, zu denen er um Vergebung seiner Sünden beten möchte. Doch er ist nicht der einzige Pilger, der diese Idee hatte und so ist die Stadt regelrecht mit Bittstellern überfüllt. Nachdem Rungholt in einer Kirche einen Tobsuchtsanfall hatte, wird er des Gotteshauses verwiesen und hat so nicht die Möglichkeit dort zu beten. Als der Goldschmied der Stadt an ihn herantritt und ihn bittet seine verschwundene Frau zu suchen, die eine Freundin von Rungholts Tochter ist, stimmt er zu, denn der Goldschmied verspricht ihm dafür, dass er ungestört zu den Reliquien beten kann. Ihm zur Seite steht sein Freund Käpitan Marek, der ihn bei der Suche unterstützt. So kommen sie in die Wälder vor den Toren Münchens und haben es plötzlich mit Alchemisten, schwarzer Magie und bösen Geistern zu tun.

Knochenwald ist der 3.Roman um den cholerischen Rungholt, aber für mich war es der Erste. Das hat aber nicht weiter gestört und ich konnte der Geschichte gut folgen. Rungholt ist ein echtes Original. Jähzornig und aufbrausend ist er gutem fetten Essen und zwei oder drei Bier nicht abgelehnt. Das macht sich gesundheitlich bemerkbar und so ist der Gute nicht immer so ganz auf der Höhe. Derek Meister hat hier einen gut recherchierten historischen Krimi geschrieben, der mir einfach Spaß gemacht hat. Die Benutzung alter und längst vergessener Ausdrücke fand ich richtig klasse. Die Beschreibungen waren so farbenfroh und plastisch, dass ich alles vor meinen Augen sehen konnte. Das Thema war nicht ganz so meins, kann ich doch so religiöse Fanatiker weder verstehen noch gut heißen. Aber da kann der Autor ja nichts dafür. Ansonsten war der Plot gut durchdacht und sehr spannend. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und schnell zu lesen. Ein tolles Leseerlebnis für das ich 8 von 10 Punkten vergebe. Liebhaber historischer Krimis sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen.



Montag, 24. September 2012

Katja Piel - THE HUNTER Staffel 1 Episode 1 - 6






Ein herzliches Danke schön an Katja Piel, dass sie so eine tolle Reihe geschrieben hat, an dotbooks.de, die die eBooks zur Verfügung gestellt haben und an LovelyBooks, für das organisieren der Leserunde.

Medina hatte es nicht leicht in ihrem bisherigen Leben. Mit Acht Jahren musste sie mit ansehen, wie ihre geliebte  Grandma und ihr älterer Bruder Ross getötet wurden. Danach kam sie von einem Pflegeheim ins nächste, wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie herumgereicht. Dort musste sie schreckliche Dinge über sich ergehen lassen. 12 Jahre später lässt Medina niemanden mehr an sich heran. Ist innerlich wie tot und dabei sieht sie so toll aus, dass jeder Mann sich nach ihr umdreht. Zu dieser Zeit möchte sie mehr über den Tod ihrer einzigen Verwandten erfahren. Sie überredet  das Weichei Alex, den sie erst kurz zuvor kennen gelernt hatte, mit ihr nach San Bernardino zu fahren. Dort erfährt sie, dass ihre Grandma eine Jägerin des Übernatürlichen war und tritt in ihre Fußstapfen. Gemeinsam mit Alex tritt sie den Kampf gegen Vampire, Werwölfe, Hexen und andere Monster an. 

Das erste das mir beim Lesen aufgefallen ist war, wie cool Medina doch ist. Äußerlich wirkt sie kaltherzig und abweisend, mit ihrer Schnodderschnauze, die sagt, was ihr gerade in den Sinn kommt. Aber man merkt, dass sie sich doch nach einer Schulter zum Anlehnen sehnt, gerne mal in den Arm genommen werden möchte, aber das gesteht sie sich selbst nicht ein. Ihrer Meinung nach ist alles was sie von einem Mann braucht Sex und sonst nichts. Da sind mit dem Weichei Alex allerlei Probleme vorprogrammiert, denn der dackelt ihr hinterher wie ein junger Hund. 

Die sechs Episoden in dem Sammelband waren leider viel zu schnell gelesen und ich kann es kaum erwarten, bis die Reihe fortgesetzt wird. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und schnell zu lesen. Ganz ohne Schörkel und unnötigen Beschreibungen. Ab und an hätte ich mir schon manche Szene etwas ausführlicher gewünscht, aber da es sich um Kurzgeschichten handelt, musste Frau Piel alles überflüssige weglassen und sich kurz fassen. Dennoch hat sie wunderbare und einzigartige Charaktere erschaffen über die ich noch viel mehr erfahren möchte. Die taffe Medina ist mir schrecklich sympathisch und hat mich ständig schmunzen lassen. Sie hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und steht immer wieder ihren Mann. Ihre Fälle sind spannend und der Plot gut ausgearbeitet, Die verschiedenen Episoden fügen sich zu einem tollen Gesamtbild zusammen.

Alex verändert sich im Laufe der Geschichte durch unvorhergesehene Ereignisse. Die verrate ich aber hier nicht, da müsst ihr die Reihe schon selbst lesen. Und dann gibt es da noch Ross über den ich aber auch nichts erzählen werde. Ich kann euch nur empfehlen, diese Reihe selbst zu lesen, denn ich habe mich köstlich amüsiert. Deshalb vergebe ich auch volle 10 von 10 Punkten.

Außerdem bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei Katja Piel dafür, dass sie alle unsere Fragen während der Leserunde beantwortet hat und  auch so einiges aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht gemacht und ich werde jede Folge lesen, die jetzt noch erscheint.


Donnerstag, 20. September 2012

Brett McBean - Die Bestien


Ein ganz großes Dankeschön an den Festa-Verlag der mir dieses tolle Reziexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Nachdem Jim Clayton aus dem Gefängnis entlassen wurde, will er nur noch seine Freiheit genießen und keinen Ärger mehr bekommen. So macht er sich mit seinem Motorrad auf den Weg wohin die Straße ihn führt. Er möchte einen Zwischenstopp in Atlanta einlegen, denn er ist schrecklich müde, doch irgendwo muss er wohl falsch abgebogen sein, denn plötzlich steht er in dem kleinen Städtchen Billings Georgia mit gerade mal 1156 Einwohnern. Er macht sich auf die Suche nach einem Motel und kehrt in der einzigen Kneipe ein um nach einem Schlafplatz zu suchen. Freundlich wird er nicht gerade begrüßt und der Barmann gibt ihm den Tipp so schnell wie möglich weiter zufahren. Das will er auch tun, aber da hört er die Schreie eines Mädchens. Er stürmt in den Hinterhof uns sieht wie ein bulliger Kerl auf ein etwa 13jähriges Mädchen einschlägt. Er haut dem Typen eins über, was gar keine gute Idee war, denn er hat sich mit einem Polizisten angelegt. Jim wird gefangen genommen und zu einer Hütte gebracht, denn in Billings werden Gesetzesbrecher anders bestraft. Am Nächsten Tag bekommt er 10 Minuten Vorsprung und dann wird er durch die Berge gejagt. Und die Männer schießen scharf. 

Das ist aber nur ein Teil dieser tollen Geschichte. Der 2. Teil dreht sich um Craig Becker und wird ziemlich mystisch, denn der hat eine Seele zu verkaufen. 

"Die Bestien" hat mich total gefesselt und war so ganz anders als das erste Buch "Das Motel" das ich von Brett McBean gelesen habe. Hier kommt der Autor mit sehr wenig Sex aus, was ich richtig erfrischend fand. Aber es geht ziemlich brutal zu und genau das hatte ich von dem Buch auch erwartet. Beim Lesen flogen die Seiten gerade so an mir vorbei und ich fühlte mich einfach klasse unterhalten. Man erfährt von den Bewohnern der Stadt Billings, die aus Langeweile und Geltungssucht Jagden auf Menschen organisieren und wilde Partys in einer einsamen Hütte im Wald feiern, bei der so einiges an Blut fließt. Und dann ist da noch Craig, zu dem werde ich aber nichts erzählen. Das müsst ihr schon selbst lesen. Die Figuren des Buches fand ich allesamt klasse. Selbst die widerlichen Typen waren sehr gut ausgearbeitet und von ihrem Handeln überzeugt. Wer auf Blut und Splatter steht, wird dieses Buch lieben. Alle Anderen sollten die Finger davon lassen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten für dieses spannende Buch.