Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
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- 12. (Droemer) Knaur - Challenge
- 13. Wunschliste Marina
- 14. Challenges Marina
Freitag, 7. Dezember 2012
Julia Crouch - Hautnah
Der englische Schauspieler Marcus Wayland soll die Hauptrolle in einem amerikanischen Theaterstück übernehmen. Also zieht er mit seiner Frau Lara, den Zwillingen Bella und Olly und dem kleinen Sohn Jack für 6 Wochen an die amerikanische Ostküste, wo sie in einem schmuddeligen, heruntergekommen Haus für 6 Wochen leben sollen. Lara sieht das als Chance für einem Neuanfang, denn nachdem Marcus sie praktisch zu einer Abtreibung gezwungen hatte, ist die Ehe an ihrem Tiefpunkt angelangt. Doch es ist eigentlich alles wie immer: Marcus lernt Texte und verbringt seine Zeit mit den Schauspielkollegen, ohne sich auch nur im geringsten um seine Familie zu kümmern. Olly und Bella finden beide Anschluss an Gleichaltrige und nur Lara und Jack sitzen in dem düsteren zu Hause und lassen sich die Decke auf den Kopf fallen. Doch dann trifft Lara eine alte Liebe wieder und beginnt eine Affäre mit Stephen. Doch der wird von einer Stalkerin bedroht. Bald geschehen merkwürdige Dinge in Laras Umfeld und dann ist plötzlich ihr Leben und das ihrer Kinder in Gefahr.
Da auf dem Buchcover Thriller steht, habe ich auch einen Thriller erwartet. Aber leider habe ich keinen bekommen. Das Buch ist zwar zeitweise spannend, aber doch eher ein Familienroman. Die Charaktere haben viel zu viele Streitereien untereinander und verstricken sich ständig in Beziehungsproblemen. Da kann keine Spannung aufkommen.
Dass Lara sich in den erfolgreichen und gut aussehenden Stephen verliebt war abzusehen. Ihr Mann behandelt sie fast immer wie Luft und denkt nur an seine eigenen Interessen. Lara und Stephen fragen sich wie wohl alles gekommen wäre, wenn sie geheiratet hätten. Hätte Lara dann auch ihr Baby abtreiben müssen? Hätte sie auch ihre Karriere an den Nagel hängen müssen, bevor sie überhaupt begann? Wäre sie vielleicht mittlerweile eine selbständige und erfolgreiche Designerin? Oder sogar selbst Schauspielerin?
Bella verliebt sich in einen Jungen aus dem Ort. Ollys Reaktion darauf konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der einzige, der durchweg sympathisch war, war der kleine Jack. Ihn hätte ich am Liebsten die ganze Zeit geknuddelt. Ein braves und geduldiges Kind, das nie großen Ärger macht.
Ehrlich gesagt, musste ich schon ziemlich kämpfen um das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. Erst die letzten ca. 100 Seiten waren dann so richtig spannend und einem Thriller würdig. Wer einen interessanten und zeitweise spannenden Roman lesen möchte, wird dieses Buch lieben. Alle die auf einen tollen Thriller gehofft haben, werden bestimmt enttäuscht sein. Ich vergebe 6 von 10 Punkten hauptsächlich für die gut ausgearbeiteten Charaktere und den flüssigen Schreibstil.
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Britta Röder - Die Buchwanderer
Ein ganz herzliches Dankeschön an den Acabus-Verlag für das Rezensionexemplar.
Ron ist auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem Cousin Magus,
da fällt ihm eine wunderschöne, junge
Frau auf. Ohne groß darüber nachzudenken verfolgt er sie und landet in einer
Bibliothek. Dort beobachtet er sie, wie sie die Regale entlang geht um sich
geeignete Lektüre auszusuchen. Nach einem kleinen Moment der Unachtsamkeit ist
die junge Frau plötzlich verschwunden. Alles was von ihr zurück bleibt ist das Stück
„Romeo und Julia“. Traurig leiht Ron das Buch aus um dieser Unbekannten ein
Stück weit nahe sein zu können. Seine Verabredung mit Magus hat er vollkommen
vergessen. Zurück in seiner Wohnung vertieft er sich sofort in die Lektüre der
wohl bekanntesten Liebesgeschichte und plötzlich steht er mitten auf einem
Platz in Verona und wird in eine Auseinandersetzung zwischen den Capulets und
den Montagues verwickelt. Er freundet sich mit Benvolio, dem Freund Romeos an
und wird zu einem Fest eingeladen. Und dort sieht er sie wieder. Seine schöne
Unbekannte ist Rosalia, eine Figur dieser tragischen Geschichte. Ron kann es
nicht glauben. Wie ist das nur möglich? Wie kann eine Figur aus einem Roman in
seinem Leben auftauchen? Doch dann wird er wieder in seinem eigenen Bett wach
und Rosalia ist verschwunden. Hat er alles nur geträumt? Nein, das kann nicht
sein. Wie soll er Rosalia jemals wiederfinden? Er kehrt zurück in die
Bibliothek und dort bekommt er das Buch „Eugen Onegin“ von Puschkin in die Hand
gedrückt. Und ehe er sich versieht ist er in Russland. Immer auf der Suche nach
Rosalia…
Sonntag, 2. Dezember 2012
Graham Masterton - Irre Seelen
Jack Reed entdeckt bei einer Fahrt durch Wisconsin mitten im Wald ein altes Gebäude. Er ist sofort begeistert davon, findet auch einen Weg hinein um das große Anwesen zu erkunden. Seine Faszination ist so groß, dass er das Gebäude unbedingt kaufen möchte um es in ein Ferienhotel zu verwandeln. Seine Frau hält ihn für verrückt und möchte ihn nicht in seinem Vorhaben unterstützen. Und auch die Information, dass das Gebäude einmal eine Irrenanstalt für gestörte Schwerstverbrecher war, bringt Jack nicht von seinem Vorhaben ab. Eines Abends kommt er auf die Idee, mit seinem kleinen Sohn Randy und seiner Sekretärin Karen zu dem Anwesen zu fahren. Mit einer Taschenlampe bewaffnet schleichen sie durch das leer stehende Gemäuer. Randy wird müde und so setzt er sich in einem Zimmer auf den Boden während sich Jack und Karen nur noch kurz umschauen möchten. Doch dann ist Randy plötzlich verschwunden. Sie durchsuchen das ganze Anwesen, aber es gibt keine Spur von dem Jungen. Und dann spürt Jack ganz genau: Etwas lebt in diesen Wänden und dieses etwas hat seinen Sohn.
Das war wieder ein Roman so ganz nach meinem Geschmack. Unheimlich, spannend und auch etwas blutig. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil auf jeder Seite etwas passierte und ich völlig in der Geschichte gefangen war. Für einen Horrorroman erfährt man sehr viel von der Hauptperson Jack Reed. Eigentlich besitzt er eine Kette von Autowerkstätten, so dass ich die Reaktion seiner Frau einigermaßen verstehen konnte, als er mit seinem Vorschlag von dem Ferienhotel zu ihr kommt. Sie hält ihn schlichtweg für verrückt und verweigert ihm ihre Unterstützung. So wie Karen beschrieben wird, hätte ich sie eher als Bedienung in einem Diner gesehen, statt als Sekretärin in einer Autowerkstatt. Aber sie unterstützt Jack und spricht ihm Mut zu. Und auch nachdem Randy verschwunden ist, ist es Karen die Jack zur Seite steht.
Wenn sie durch das gespenstische alte Haus laufen und seltsame Geräusche hören, da stellten sich bei mir schon einige Haare auf. Graham Masterton hat einen tollen, bildhaften Schreibstil, der einen Film in meinem Kopf ablaufen lies. Das machte die ganze Sache für mich noch gruseliger. An Blut wird natürlich auch nicht gespart, so dass wirklich alle Horrorfreunde auf ihre Kosten kommen. Dieses Mal habe ich mich dann auch nicht mehr gewundert, warum keiner das Handy zur Hilfe nimmt, denn mittlerweile weiß ich ja, dass der Autor die Bücher schon eine ganze Weile vor der Handyära geschrieben hat.
Ich vergebe für diesen tollen Gruselroman 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung.
Und ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Festa-Verlag, der auch Leuten wie mir, die von Graham Masterton noch nichts gelesen hatten, durch eine Neuauflage die Möglichkeit gibt, den tollen Autor kennenzulernen.
Freitag, 30. November 2012
Kate Rhodes - Im Totengarten
Bei ihrer alltäglichen Joggingrunde findet die Psychologin Alice Quentin die Leiche einer jungen Frau. Sie wurden nach dem Muster getötet, das das Killerehepaar Mary und Ray Benson bei vielen jungen Frauen angewandt haben. Nur, die Beiden können es nicht gewesen sein, denn Ray ist mittlerweile tot und Mary in einem psychiatrischen Gefängnis. Die Polizei bittet Alice ihnen bei den Ermittlungen zu helfen. Das ist nicht leicht für die junge Psychologin, wird sie doch selbst von den Dämonen ihrer Kindheit gequält.
Damals wurden ihre Mutter und sie ständig vom betrunkenen Vater verprügelt und ihr Bruder Will musste dabei zusehen. Oft sperrte sie die Mutter in einen Schrank, aber die Vater fand sie immer wieder. Das hat Spuren bei Alice hinterlassen, die seitdem Angst vor engen Räumen hat und das tägliche Laufen ist das einzige das ihre Dämonen einigermaßen in Schach halten kann.
Auch Will ging nicht unbeschadet aus dieser Kindheit. Nach einem erfolgreichen Leben an der Börse rutscht er praktisch über Nacht ab in die Drogenszene und es scheint, als würde er allmählich den Verstand verlieren. Als Will dann auch noch in den Fokus der Polizei gerät versucht Alice alles möglich um die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Dabei könnte sie selbst das nächste Opfer sein.
"Im Totengarten" ist der Debutroman von Karen Rhodes und der Klappentext las sich sehr vielversprechend. Leider ist es absolut nichts neues, was die Autorin da geschrieben hat und ich finde, dass in ihrem Thriller ein Klischee an das nächste gereiht wurde. Dennoch lies sich das Buch sehr flüssig und kann auch mit spannenden und unerwarteten Wendungen aufwarten. Aber so richtig gefesselt, hat mich das Buch leider nicht. Ich habe keine Ahnung woran es lag. Vielleicht wurde die Story zu sehr aufgebauscht und ich bin der Meinung, 100 Seiten weniger hätten dem Buch durchaus gut getan. Aber ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Positiv möchte ich erwähnen, dass die Autorin sehr viel über den Schauplatz der Geschichte schreibt. Sie erwähnt die Sehenswürdigkeiten und weißt auf die besonderen Schönheiten von London hin. Einerseits macht das die Geschichte langsamer aber andererseits fand ich das auch ziemlich interessant. Ich vergebe für dieses zwischendurch doch recht spannende Buch 7 von 10 Punkten.
Dienstag, 27. November 2012
Kirsty McKay - UNTOT Lauf, solange du noch kannst
Ein
herzliches Dankeschön an die ZAU, durch die ich in den Genuss dieses Buches
gekommen bin
Bobby hat es
sowas von satt. Erst musste sie mit ihren Eltern von England nach Amerika
ziehen und gerade als sie sich so richtig dort eingelebt und Freunde gefunden
hat, geht es wieder zurück nach England. Nur ohne ihren Vater, denn der starb
vor sechs Monaten an Krebs. Und dann fand es ihre Mutter auch noch eine gute
Idee, sie mit den neuen Mitschülern auf die Klassenfahrt nach Schottland zu
schicken. Für Bobby ist es die Hölle. Sie ist der Außenseiter, immer alleine
mit ihrer Musik in den Ohren. Niemand nimmt Kenntnis von ihr und wenn, dann nur
um sich über sie lustig zu machen. Aber zum Glück ist auch das bald vorbei,
denn sie befinden sich auf der Heimreise. Plötzlich fängt es stark an zu
schneien und der Bus hält an einem Imbiss mit Tankstelle, wo die Schüler sofort
aus dem Bus stürmen um sich über das Essen und den kostenlosen Gemüsesaft
hermachen, der vor der Tür verteilt wird. Nur Bobby und Smitty bleiben im Bus.
Smitty darf nicht mit nach draußen, weil der Lehrer sauer auf ihn ist. Aber so
gemein ist Mr. Taylor dann doch nicht und er beschließt etwas zu Essen für
Smitty zu holen. Dann wird es auf einmal ganz still. Plötzlich kommt die laut
schreiende Alice auf den Bus zugerannt. Sie brüllt aus Leibeskräften, sie
sollen die Türe vom Bus schließen, die anderen wären alle Tot. Und dann taucht
auch noch Mr. Taylor auf. Und der wirkt alles andere als lebendig. Haben die
Überlebenden eine Chance? Wie sollen sie in diesem Schneechaos von hier
entkommen? Sind wirklich alle tot oder erlaubt sich Alice einen schlechten
Scherz mit den Beiden? Und was ist nur mit dem Lehrer los?
Am Anfang
hatten das Buch und ich ein paar Schwierigkeiten miteinander. Das lag an dem
jugendlichen Schreibstil, der doch sehr salopp rüberkam. Aber nach einiger Zeit
merkte ich das gar nicht mehr und war total in der Geschichte gefangen. Es ist
mit Sicherheit nichts Neues und es wurden auch ziemlich viele Klischees
bedient. Das fing schon mit der Auswahl der überlebenden Charaktere an. Bobby,
die Neue, die zu niemandem Kontakt hat. Alice die Schulzicke, die man
eigentlich nur umgeben von ihren Bewunderern und ihren gleich angezogenen
Freundinnen sieht. Smitty, der Rebell, der ständig auf cool macht und sich mit
den Lehrern anlegt. Und zu guter Letzt noch der Schulstreber Peter, den niemanden
außer die Lehrer mag. Aber auch darüber kann man hinwegsehen, denn für ein
Jugendbuch fand ich die Story eigentlich ziemlich spannend. Kaum hatte ich
angefangen zu lesen, da war ich auch schon wieder am Ende angekommen, das stark
für eine Fortsetzung spricht. Die vier Jugendlichen müssen allerlei Gefahren
überstehen und oft über sich hinauswachsen, um irgendwie aus diesem Schlamassel
herauszukommen. Das Ende hat mir nicht ganz so zugesagt, denn ich hätte für
diese Geschichte gerne einen Abschluss gehabt. Aber trotz der Mängel fühlte ich
mich gut unterhalten und vergebe 8 von 10 Punkten. Das Buch wird übrigens
gerade verfilmt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.
Johanna Wiesner - Nebelgrund
Jaque
Buchner wird von seiner Wirtin darauf hingewiesen, dass ein Pater Anselm sich
mit ihm im Münchner Bürgerbräu treffen möchte. Was will der Freund seines Ein
ganz herzliches Dankeschön an die Autorin für das Rezensionsexemplar
Vaters, mit
dem er schon vor Jahren gebrochen hatte, von Ihm? Neugierde und Hunger treiben
ihn zu dem vorgeschlagenen Treffpunkt und er findet den Pater auch bald. Doch
im Bürgerbräu ist die Hölle los. Die Herren Hilter, Ludendorff, Seißer und
Lossow setzen die Regierung ab. Als Jaque und der Pater das Bürgerbräu
verlassen wollen, wird Jaque als Kommunist erkannt und in Haft gesteckt. Pater
Anselm lässt seine Beziehungen spielen und der junge Buchner wird unter der Bedingung
frei gelassen, dass er München sofort verlässt und zurück in sein Heimatdorf
Wulferbach geht um sich um seine Nichte Marie zu kümmern, die außer ihm keinen
Verwandten mehr hat. Jaques Vater ist schwer krank und seit einiger Zeit
verschwunden. Die Dorfbewohner sind sich sicher, dass der alte Buchner
Selbstmord begangen hat. Doch es gibt einen ganz anderen Grund für das
Verschwinden des alten und kranken Mannes. Vor vielen Jahren verschwanden 3
Mädchen aus dem Dorf und wurde brutal getötet aufgefunden. Das Gleiche scheint
sich jetzt zu wiederholen und nur der Pater und der alte Buchner haben eine
Idee, wie man die Gefahr vielleicht abwenden kann. Im Mittelpunkt stehen eine
alte Handschrift und eine Reliquie, die in der Lage sein sollen, das Böse
abzuwenden.
Ganz
ehrlich? Ich hatte große Probleme mit dieser Geschichte, was wahrscheinlich
hauptsächlich daran lag, dass ich mehr Grusel und weniger historisches erwartet
hatte. Die ersten Hälfte des Buches ist aber ein rein historischer Roman der im
Jahre 1923 spielt. Das Geld ist nichts mehr wert, die Leute hungern, haben
keine Arbeit und sind verzweifelt. Es ist die Zeit nach dem ersten und vor dem
zweiten Weltkrieg. Die Zeit in der ein Mann namens Hilter den Menschen wieder
Mut macht und ihnen Arbeit und Brot verspricht. Und der historische Part ist
auch wirklich gut geschrieben und recherchiert, aber nicht das, was ich mir
erhofft hatte.
Hier spielt
eine weite Strecke von München entfernt, in dem Dörfchen Wulferbach diese
Geschichte von den 3 ermordeten Mädchen und der Gewissheit, dass das Gleiche
noch einmal passieren wird. Denn der Mörder war keiner aus Fleisch und Blut. Die
germanische Gesinnung der Protagonisten zieht sich durch die ganze Geschichte
und mir wäre, ehrlich gesagt, ein weniger politisches Buch lieber gewesen. Denn
ich wollte eigentlich einen Schauerroman lesen. Und auch als es dann zu den
übernatürlichen Stellen kam, wollte sich bei mir einfach keine Gänsehaut
einstellen. Die Geschichte konnte mich einfach nicht packen, was aber zum
größten Teil wohl an mir lag, weil ich mit ganz falschen Erwartungen an das Buch
herangegangen bin. Außerdem störten die vielen Rechtschreib und Grammatikfehler
den Lesefluss erheblich. Aber das kann ja noch behoben werden.
Ich bin mir
sicher, dass das Buch seine Fans haben wird. Aber das werden eher die Freunde
des historischen Romans und nicht die Horrorfreunde sein. Die Idee war durchaus
gut und der Schreibstil auch schön flüssig, aber diese Geschichte und ich haben
einfach nicht zueinander gepasst. Das passiert ab und zu. Ich vergebe für
diesen Roman 7 von 10 Punkten und empfehle ihn allen, die sich für diese Anfänge
des zweiten Weltkrieges und die Gesinnung des kleinen Mannes zu dieser Zeit interessieren.
Freitag, 23. November 2012
Erasmus Herold - Und ich vergebe dir nicht
Ich danke
dem Autor ganz herzlich für das Rezensionsexemplar
Sarah Berger
wurde gerade zur Mordkommission nach Gütersloh versetzt, weil sie gegen einen
Kollegen handgreiflich wurde, als ein Serienkiller mit seinem grausamen
Handwerk beginnt. Mit ihrem neuen Kollegen Patrick, mit dem sie sich zum Glück
sehr gut versteht, macht sie sich auf die Jagd nach dem Mörder. Doch wo sollten
sie beginnen? Alles was die Opfer gemeinsam haben, ist eine aufgestempelte
Ziffernreihe auf dem Arm. Was verbindet die Opfer sonst noch? Warum wurden
gerade sie ausgewählt? Warum wurde jedes Opfer auf eine andere Art getötet?
Nach und nach können sie einige der Fragen lösen, doch dann hat das Team einen
schrecklichen Verdacht.
Am Anfang
hatten das Buch und ich einige Probleme miteinander. Das lag hauptsächlich daran,
dass der Autor sich oft in zu detaillierten Beschreibungen verliert. Was mich
ziemlich gestört hat ist, dass bei jedem, wirklich jedem Auto die Farbe, der
Typ und die Marke erwähnt wurden. Als ich dann zum gefühlten hundertsten Mal gelesen hatte, dass Sarah in ihren silbernen
Honta Concerto oder Patrick in seinen dunkelroten Ford Mustang gestiegen sind,
war ich nur noch genervt. Es störte auch den Lesefluss ganz erheblich.
Doch wenn
man darüber hinwegsehen kann, bekommt man einen tollen und spannenden Thriller.
Der Plot ist einfach Klasse und kann mit vielen überraschenden Wendungen
punkten. Die Charaktere sind fast durchweg sympathisch und man kann sich gut
mit ihnen identifizieren. Alles in allen ein wirklich interessanter Thriller,
den man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Ich vergebe 8 von 10 Punkten
und hoffe auf weitere Thriller dieses Autors, vielleicht mit weniger
detaillierten Beschreibungen und weniger erwähnten Automarken.
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