Hier werden Bücher bewertet, Handarbeiten vorgeführt und PC-Spiele vorgestellt. Außerdem gibt es immer die neusten Fotos meiner Katzen und dem Mops. Ich hoffe, euch gefällt es hier und ihr findet etwas, das euch interessiert. Viel Spaß, liebe Besucher. Schaut euch um, fühlt euch wohl und hinterlasst uns gerne Kommentare. Autoren und Autorinnen, die gerne ihre Bücher von uns Besprechen lassen würden, können sehr gerne eine Anfrage senden.
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Mittwoch, 10. Oktober 2012
André Wegmann - Der Schrecken am See
Das frisch verliebte Pärchen Jana und Philipp machen Urlaub in einer Ferienwohnung am Alatsee. Sie möchten hier das zusammenleben proben um sich danach eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Die Fahrt war anstrengend, dennoch schlägt Jana einen kurzen Spaziergang zum mythenumrankten See vor. Die Atmosphäre dort im Wald ist sehr unheimlich und plötzlich ertönt ein schreckliches Lachen aus der Dunkelheit. Die beiden rennen zurück zu ihrer Wohnung und verschließen die Tür. War da nicht eben noch jemand am Fenster? Innerhalb einer Nacht wird sich das Leben von Jana und Philipp grundlegend ändern.
Ganz herzlich möchte ich mich bei Herrn Wegmann für das eBook bedanken, das er mir kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Nachdem ich von André Wegmann schon Kutná Hora Kreaturen des Zorn gelesen hatte und davon so richtig begeistert war, freute ich mich jetzt schrecklich auf die Lektüre seines neuen Horrorromans. Und der Autor hat mich nicht enttäuscht. Wie ich es gerne mag, gibt es jede Menge Blut, Kampf, brutale Szenen und ein wenig Sex. Mit knappen Worten beschreibt Herr Wegmann das Grauen einer Nacht. Keine langweiligen Landschaftsbeschreibungen oder Seitenlange Dialoge stören die Spannung. Hier geht es Schlag auf Schlag. Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass hier mal die Frau diejenige ist, die sich nicht unterkriegen lässt und kämpft bis zum letzten Atemzug. Kein kleines Dummchen, das zu doof ist ihre Handtasche zu öffnen ;o) Manches hätte ich mir sogar etwas ausführlicher gewünscht, z.b. die Geheimnisse um die es geht. Aber trotz der Kürze wird alles aufgelöst und es bleiben keine Fragen übrig.
Weiter so Herr Wegmann. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch und vergebe für Blutwahn 9 von 10 Punkten.
Sonntag, 7. Oktober 2012
Julie Watson - Tochter der Schwäne
Deirdre wächst tief im Wald in einer kleinen Gemeinschaft auf. Sie wird heimlich zur Druidin ausgebildet und kann sich sehr gut mit den Seelen der Tiere verbinden. Als König Conor die junge Frau sieht, verliebt er sich unsterblich in sie, obwohl er sie nach ihrer Geburt in den Wald geschickt hatte, weil eine Prophezeiung besagt, dass Deirdre Conor zu Fall bringen wird und das Königreich Ulster danach untergeht.Deirdre weigert sich den alten König zu heiraten und flieht mit dem jungen Naisi und seinen beiden Brüdern. Die drei gehören zum Roten Zweig, den besten Kriegern des Königs. Da König Conor nicht aufgibt nach ihnen zu suchen müssen sie ihr geliebtes Irland verlassen und fliehen nach Schottland. Aber auch dort verliebt sich der König in die wunderschöne Deirdre, deren Herz aber nur Naisi gehört.
In „Tochter der Schwäne“ hat die Autorin Julie Watson die Legende um Deirdre und Naoise aus dem Ulster-Zyklus verarbeitet und ich finde, sie hat ihre Sache sehr gut gemacht.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit den keltischen Namen und ihrer Aussprache, aber ich gewöhnte mich doch ziemlich schnell daran. Besonders schön fand ich die Landschaftsbeschreibungen und die Gefühle und Emotionen der Protagonisten. Sowohl Deirdre als auch Naisi fühlen sich sehr mit den Tieren verbunden und ehren das Leben.
Die Charaktere der verschiedenen Personen sind sehr vielschichtig gestaltet. Da hat sich die Autorin wirklich sehr viel Mühe gegeben. Die Mischung aus Fantasy und Historie fand ich unglaublich gut gelungen und wenn Deirdre mit den Sidhe Zwiesprache gehalten hat konnte ich sie fast flüstern hören. Die Autorin bedient sich einer wunderschönen Sprache und versucht auch nicht mit aller Macht dem Buch ein Happy End zu verpassen. Das wäre meiner Meinung nach auch vollkommen unpassend gewesen. Was ich noch sehr positiv fand war, dass es kaum Schlacht- oder Kriegsszenen in dem Buch gibt. Somit ist es wohl eher etwas für Frauen. Einzig die Länge des Buches kann man bemängeln, das mit seinen 760 Seiten doch sehr üppig ausgefallen ist. Da hätte man gerne das Eine oder Andere kürzen können.
Alle die gerne Marion Zimmer Bradley lesen werden auch sicherlich an diesem Buch gefallen finden. Ich vergebe 8 von 10 Punkten für einen Roman der mich richtig verzaubert hat und der mich in einer Schlaflosen Nacht in eine andere Welt entführt hat.
Samstag, 6. Oktober 2012
Josephine Pennicott - Dornentöchter
Ein ganz großes Dankeschön an Amazon für dieses tolle Rezensionsexemplar,
das nicht nur durch das wunderschöne Cover, sondern auch durch seine
wundervolle Geschichte besticht.
Sadie hatte es in letzter Zeit nicht einfach. Erst die
Trennung von ihrem Mann Jack und dann noch der Tod ihrer geliebten Mutter
Marguerite. Um sich von diesen Tierfschlägen zu erholen, zieht die
Schriftstellerin und Journalistin mit ihrer Tochter Betty nach Tasmanien in das
kleine Fischerdorf Pencubitt. Dort steht Marguerites Elternhaus , das Poet´s
Cottage, das nun Sadie gehört.
Über Generationen hinweg haben schon immer Dichter und
Schriftsteller in dem wunderschönen Haus an der Küste gelebt und Sadie fühlt
sich sofort willkommen in den alten Räumen, die immer noch die Geschichte ihrer
Großmutter Pearl erzählen, die im Keller des Hauses auf brutalste Art getötet
wurde. Sadie möchte Pearls Geschichte
aufschreiben und hofft, ihre Tante Tomasina, die im Gartenhaus lebt, könne ihr
Dinge aus dem Leben der schillernden Kinderbuchautorin erzählen.
Außerdem hofft Sadie, dass sich ihre Tochter von ihrer
Magersucht erholt, wenn sie auf eine andere Schule geht und nicht mehr gemobbt
wird. Doch dann fühlen sich die beiden Frauen plötzlich beobachtet. Dinge
liegen nicht mehr da, wo sie sie hingelegt haben und aus dem Keller dringen
Geräusche und ein schrecklicher Gestank. Will jemand verhindern, dass Sadie
ständig in der Vergangenheit gräbt um mehr über den Mord an ihrer Großmutter
herauszubekommen?
Dornentöchter ist eins der schönsten Bücher, die ich in letzter
Zeit gelesen habe. Die Geschichte spielt in 2 Zeiten. Einmal bekommen wir
Sadies Geschichte im Hier und Jetzt erzählt und dann werden wir in das Jahr 1935/36
entführt um am schillernden Leben von Pearl teilzuhaben. Pearl war ein Freigeist,
der nichts auf Konventionen gab. Die Tat was ihre gefiel und auf niemanden
Rücksicht nahm. Nicht einmal auf Ehemann und Kinder. Die Leute im Dorf hassten
die junge Schriftstellerin, die hemmungslos mit jedem Mann flirtete.
Die Autorin hat es geschafft mich so in die Geschichte zu
verflechten, dass ich am Liebsten nicht mehr aus ihr aufgetaucht wäre. Mit
jeder Seite die ich gelesen hatte fühlte ich mich mehr mit den Figuren des
Buches verbunden, die alle wunderbar gezeichnet sind. Sie haben eine
unglaubliche Tiefe, vor allem Pearl mit ihrem schrecklichen Charakter. Durch
den Wechsel der Zeiten blieb das Buch für mich konstant spannend.
Die Landschaftsbeschreibungen des kleinen Dörfchens, die
so sehr an ein Dorf im englischen Cornwall erinnern, erweckten in mir den
Wunsch meine Koffer zu packen und in diese wundervolle Gegend zu ziehen, in der
man zu jeder Zeit des Tages das Rauschen des Meeres hören kann. Die Intrigen
und Gemeinheiten des Romans hielten mich gefangen und ich war wirklich richtig
traurig, als ich auf der letzten Seite angelangt war. Das war ein Buch, wie für
mich geschrieben und es bekommt von mir 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus
und eine absolute Leseempfehlung.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Edgar Allan Poe - Unheimliche und fantastische Geschichten
Das Buch hatte ich mir aus der Bibliothek geliehen, weil es wundervoll von Cris Grimly illustriert wurde. Die Bilder sind wunderbar skurril und einfach klasse.
Das Buch enthält 4 Geschichten des Großmeisters des Horror.
Die schwarze Katze
Die Maske des roten Todes
Hops-Frosch
Der Untergang des Hauses Usher
Zu den Geschichten muss ich wohl nichts sagen, denn die kennt wahrscheinlich jeder Fan von Edgar Allan Poe.
Diese 4 Storys werden in moderner Sprache für Kinder von 10 bis 16 Jahren erzählt, können natürlich aber auch gerne von Erwachsenen gelesen werden. Gerade die Illustrationen sind es wert, dass sich jeder Poe-Freund das Büchlein ins Regal stellt. Ich finde es einfach wunderbar und mit 135 Seiten ist es auch schnell mal gelesen. Gerne auch 2 oder 3 Mal.
Auf jeden Fall werde ich mir das Buch noch selbst zulegen, denn es muss einfach in mein Regal, damit ich mir immer wieder die wundervoll, komischen Bilder anschauen kann.
Ich vergebe 10 von 10 Punkten.
Cornelia Funke - Reckless Lebendige Schatten
Einen herzlichen Dank an Amazon für das Rezensionsexemplar.
Jacobs Suche nach einem magischen Gegenstand der ihm das Leben retten kann geht weiter. Zusammen mit Fuchs reist er durch die Welt hinter dem Spiegel, aber die Chancen sein Leben zu retten werden immer geringer. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen den Goyl Nerron beginnt, denn Nerron möchte der größte Schatzsucher der Spiegelwelt werden während es bei Jacob um das nackte Überleben geht.
Tja, wie sag ichs meinem Kinde? Ich hatte mich auf den 2. Teil über Jacob und Fuchs gefreut, weil ich gehofft hatte, er würde besser werden als der Erste. Aber meine Hoffnung wurde leider nicht erfüllt und ich fand ihn leider noch schlechter als den Ersten Band. Platte Dialoge, ständige Wiederholungen, fehlender Witz, verwirrende Beschreibungen und langweile Handlung bilden den Kern des Buches. Wenn man Reckless mit der Tintenwelt vergleicht kann man kaum glauben, dass es von der gleichen Autorin geschrieben wurde. Wahrscheinlich stehe ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da, aber ich kann es nicht ändern.
Ich hätte das Buch sehr gerne abgebrochen, aber da es ein Rezensionsexemplar war, habe ich mich bis zum bitteren Ende durchgequält. Immer in der Hoffnung, es könnte noch besser werden. Aber das wurde es nicht. Jacob blieb dieses mal schrecklich blass, machte keinerlei Entwicklung durch. Fuchs war da wesentlich besser gezeichnet. Auch die Suche nach Jacobs Vater geriet in diesem Band vollkommen in Vergessenheit. Einzig den Goyl Nerron empfand ich als kleinen Lichtblick. Er war witzig und hatte Tiefe. Was mich aber am Meisten störte war, dass von der märchenhaften Spiegelwelt kaum noch etwas übrig war. Sie ähnelte unserer Welt auf erschreckende Weise. Das war leider nichts Frau Funke. Von mir gibt es 4 von 10 Punkten.
Sonntag, 30. September 2012
Bryan Smith - Seelenfresser
Ein ganz herzliches Dankeschön an den Festa-Verlag für das Rezensionsexemplar. Eure Bücher sind für mich einfach die Besten.
Jake soll zurück nach Rockville kommen, das er vor vielen Jahren verlassen hat. Seine verhasste Mutter hat ihn angerufen und ihn um Hilfe gebeten, denn seit sein kleiner Bruder Trey eine neue Freundin hat, stimmt etwas nicht mit ihm. Für seinen Bruder nimmt Jake ein Treffen mit seine verhassten Familie in Kauf. Und er hat sich nicht getäuscht. Seine Mutter und ihr neuer Ehemann sind immer noch so asozial und versoffen wie eh und je. Trey wirkt wie hypnotisiert. Kann seinem Bruder nicht in die Augen schauen und sagt kaum ein Wort. Was Jake nicht weiß ist, dass Myra, Treys Freundin, eine Lamia ist und ihn vollkommen unter Kontrolle hat. Auch die meisten anderen Bewohner von Rockville verändern sich plötzlich. Kann Jake wirklich helfen und wird er Verbündete finden? Oder wird die Lamia auch ihn in ihre Gewalt bringen? Kann ein Mensch überhaupt über einen Dämon siegen?
Seelenfresser ist zwar nicht Bryan Smiths bestes Buch, aber immer noch sehr lesenswert. Wie man es von dem Autor gewohnt ist gibt es auch in diesem Buch jede Menge Sex und Gewalt. Es ist also nichts für zart besaitete. Die Handlung fand ich dieses Mal nicht ganz so interessant und fesselnd, auch wenn sich die Spannung ab der Hälfte des Buches steigerte. Das Ende fand ich leider vorhersehbar aber auch sehr gut und absolut passend.
Smith Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen. Es gibt nicht viel drumherum, sonder der Autor kommt ziemlich schnell auf den Punkt. Das, finde ich, macht guten Horror aus. Da möchte ich keine seitenlangen Landschaftsbeschreibungen sondern es soll ordentlich zur Sache gehen. Und das wurde hier wieder gut umgesetzt. Smith schafft es seine Charaktere so zu zeichnen, dass ich keine emotionale Bindung zu ihnen aufbaue. Das ist sehr hilfreich, wenn mal wieder einer der "Guten" stirbt. Das heißt aber nicht, dass die Personen lieblos gestalten wären oder nicht genügend Tiefe hätten. Ich glaube um das zu verstehen, muss man selbst die Bücher von Bryan Smith gelesen haben. Ich vergebe
für Seelenfresser 8 von 10 Punkten und freue mich schon auf das nächste Buch des Autors.
Samstag, 29. September 2012
Sina Beerwald - Hypnose
Vielen herzlichen Dank an Sina Beerwald und den Heyne-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.
Nach der Totgeburt ihres Sohnes Jonas zieht sich Inka ganz in ihr Schneckenhaus zurück. Sie hat keine Freude mehr am Leben und kann nicht verstehen, warum sie sich so gut wie gar nicht an die Geburt und die darauf folgenden Tage erinnern kann. Hat sie alles verdrängt um ihr Leben einigermaßen weiterleben zu können? Sie beschließt eine Hypnosetherapie zu machen und die scheint wirklich ein wenig zu helfen. Nach einem halben Jahr lädt sie endlich wieder ihre Freunde zu sich ein. Doch der Tag endet tragisch. Ihre Freundin Annabel tötet ihren Freund Jannis, kurz nachdem die beiden wieder zu Hause sind. Inka kann nicht glauben, dass ihre beste Freundin zu so etwas in der Lage ist. Hat sie die Tat unter Hypnose begangen? Das wäre die einzige mögliche Erklärung für Inka, da Annabel sich auch einer Hypnosetherapie unterzogen hatte. Sie fängt an nachzuforschen und plötzlich ist nichts mehr so wie es sein sollte. Und was ist plötzlich mit ihrem Mann Peter los? Warum ist er ständig unerreichbar?
"Hypnose" ist Sina Beerwalds erster Psychothriller, aber das merkt man überhaupt nicht. Die Story fängt spannend an und der Spannungsbogen hält sich durchgehend bis zum Schluss. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war ganz gefangen in der Handlung. Das Thema Hypnose ist ja den meisten Menschen nicht ganz geheuer und die Autorin hat es geschafft, dieses ungute Gefühl noch zu vertiefen. Die Charaktere sind größtenteils sehr gut gezeichnet. Manche sind sehr sympathisch, anderen würde man am Liebsten den Hals umdrehen. Inka kann einem nur leid tun. Der Verlust ihres Babys macht ihr so schwer zu schaffen, dass sie keine Freude mehr am Leben hat. Ich als Mutter kann das sehr gut verstehen, wie die meisten Frauen, denn das eigene Kind zu verlieren ist für mich das schlimmste, das passieren könnte. Ihr Mann Peter möchte nicht über den Verlust sprechen, ihre Freundin hat sich zurückgezogen und so steht sie ziemlich alleine mit ihrem Schmerz da. Von der Hypnose verspricht sie sich sehr viel. Aber gleichzeitig hat sie auch ein unangenehmes Gefühl. Tut sie das Richtige? Und dann, gerade als es ihr ein wenig besser geht, passiert dieser Mord. Begangen von ihrer besten Freundin. Das Buch hat mich stellenweise richtig erschüttert. Ich konnte mich sehr gut in Inka hineinversetzen und die Handlung zog wie ein Film an mir vorbei. Nun warte ich ganz gespannt auf den nächsten Thriller der Autorin und hoffe, dass der mich genauso fesseln kann.
Ich vergebe 10 von 10 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung.
Donnerstag, 27. September 2012
Award
Gerade hat mein Blog einen Award von der lieben Silke verliehen bekommen. Ich habe mich richtig doll darüber gefreut.
Und da man ihn an 5 junge Blogs weitergeben soll, werde ich das jetzt mal tun:
Und da man ihn an 5 junge Blogs weitergeben soll, werde ich das jetzt mal tun:
Das sind die Regeln:
Die Bedingungen:
- Postet den Award auf eurem Blog
- Verlinkt den Nominator als kleines Dankeschön
- Gebt ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog
- Verlinkt den Nominator als kleines Dankeschön
- Gebt ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog
Und ich gebe den Award gerne weiter an:
So macht das Bloggen doch erst richtig Spaß! :-)
Mittwoch, 26. September 2012
Nele Neuhaus - Wer wind sät
Das Ermittlerteam wird zu der Firma WindPro gerufen. Über das Wochenende hat der Nachtwächter der Firma tot in dem Bürogebäude gelegen. Da es allem Anschein nach Mord war, fangen die beiden Polizisten an zu ermitteln. Kurze Zeit später gibt es wieder eine Leiche. Der Bauer Hirtreiter und sein Hund wurden erschossen. Haben seine Kinder etwas damit zu tun? Denn Hirtreiter hatte sich geweigert eine seiner Wiesen zu verkaufen, für die ihm die Firma WindPro 3 Millionen Euro zahlen wollte. Seine 2 Söhne und die Tochter sind außer sich, als sie davon erfahren, denn sie bräuchten das Geld dringend. Oder hat der Mord etwas mit der Bürgerinitiative und den geplanten Bau eines Windparks mitten im Taunus zu tun? Wie steckt Theissen dahinter, der Chef der WindPro und was hat die Bürgerinitiative damit zu tun?
Wie üblich bei Nele Neuhaus gibt es wieder jede Menge Verdächtiger. Da sind nicht nur Theissen und seine Mitarbeiter, sondern auch noch Jannis und Ricky, die für die Bürgerinitiative tätig sind, genauso wie Bodensteins Vater. Und wie passt Nika in dieses Spiel, die bei dem Pärchen lebt und in Rickys Tierladen mitarbeitet? Was hat Bodensteins Vater mit der Sache zu tun? War doch der Erschossene sein bester Freund. Die beiden Ermittler kommen keinen Schritt weiter. Da ist es auch nicht besonders Hilfreich, dass sich Oliver von Bodenstein in eine der Verdächtigen verliebt.
In dieser Folge wird Bodensteins Lack ziemlich angekratzt. Statt Pia bei den Ermittlungen zu helfen, hat er nur noch diese Frau im Kopf. Das macht ihn irgendwie noch menschlicher, auch wenn ich mir den souveränen Oliver zurück gewünscht hatte. Auch Pia ist einige male ungerecht und fährt auch mal aus der Haut. Insgesamt hat mir das Team wieder sehr gut gefallen. Außerdem bekommt das K11 einen neuen Mitarbeiter, der sehr sympathisch rüber kommt.
Die Rückblenden die Frau Neuhaus immer wieder zwischen die Kapitel geschoben hat hielten die Spannung konstant hoch. Das Thema fand ich sehr interessant, ist doch die Klimaerwärmung in aller Munde. Was, wenn das alles nur eine Lüge wäre? Außerdem hat der neue Kollege frischen Wind ins Team gebracht. Für mich war das bisher der Beste Fall für das Team um Bodenstein und Kirchhoff, den ich wie schon die Teile zuvor, wieder in einer sehr netten und lustigen Leserunde gelesen habe. Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinen Mitleserinnen für die tolle Zeit. Gespannt warten wir jetzt auf den 6. Teil, den wir auch wieder gemeinsam lesen werden. Wir können es kaum noch erwarten. Danke Frau Neuhaus für diese tolle Reihe. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.
Dienstag, 25. September 2012
Derek Meister - Knochenwald
Ein großes Dankeschön an blanvalet für das Rezensionsexemplar dieses tollen historischen Krimis.
Der in Lübeck lebende Rungholt hat sich nach München aufgemacht. Dort werden für kurze Zeit besondere Reliquien ausgestellt, zu denen er um Vergebung seiner Sünden beten möchte. Doch er ist nicht der einzige Pilger, der diese Idee hatte und so ist die Stadt regelrecht mit Bittstellern überfüllt. Nachdem Rungholt in einer Kirche einen Tobsuchtsanfall hatte, wird er des Gotteshauses verwiesen und hat so nicht die Möglichkeit dort zu beten. Als der Goldschmied der Stadt an ihn herantritt und ihn bittet seine verschwundene Frau zu suchen, die eine Freundin von Rungholts Tochter ist, stimmt er zu, denn der Goldschmied verspricht ihm dafür, dass er ungestört zu den Reliquien beten kann. Ihm zur Seite steht sein Freund Käpitan Marek, der ihn bei der Suche unterstützt. So kommen sie in die Wälder vor den Toren Münchens und haben es plötzlich mit Alchemisten, schwarzer Magie und bösen Geistern zu tun.
Knochenwald ist der 3.Roman um den cholerischen Rungholt, aber für mich war es der Erste. Das hat aber nicht weiter gestört und ich konnte der Geschichte gut folgen. Rungholt ist ein echtes Original. Jähzornig und aufbrausend ist er gutem fetten Essen und zwei oder drei Bier nicht abgelehnt. Das macht sich gesundheitlich bemerkbar und so ist der Gute nicht immer so ganz auf der Höhe. Derek Meister hat hier einen gut recherchierten historischen Krimi geschrieben, der mir einfach Spaß gemacht hat. Die Benutzung alter und längst vergessener Ausdrücke fand ich richtig klasse. Die Beschreibungen waren so farbenfroh und plastisch, dass ich alles vor meinen Augen sehen konnte. Das Thema war nicht ganz so meins, kann ich doch so religiöse Fanatiker weder verstehen noch gut heißen. Aber da kann der Autor ja nichts dafür. Ansonsten war der Plot gut durchdacht und sehr spannend. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und schnell zu lesen. Ein tolles Leseerlebnis für das ich 8 von 10 Punkten vergebe. Liebhaber historischer Krimis sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen.
Montag, 24. September 2012
Katja Piel - THE HUNTER Staffel 1 Episode 1 - 6
Ein herzliches Danke schön an Katja Piel, dass sie so eine tolle Reihe geschrieben hat, an dotbooks.de, die die eBooks zur Verfügung gestellt haben und an LovelyBooks, für das organisieren der Leserunde.
Medina hatte es nicht leicht in ihrem bisherigen Leben. Mit Acht Jahren musste sie mit ansehen, wie ihre geliebte Grandma und ihr älterer Bruder Ross getötet wurden. Danach kam sie von einem Pflegeheim ins nächste, wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie herumgereicht. Dort musste sie schreckliche Dinge über sich ergehen lassen. 12 Jahre später lässt Medina niemanden mehr an sich heran. Ist innerlich wie tot und dabei sieht sie so toll aus, dass jeder Mann sich nach ihr umdreht. Zu dieser Zeit möchte sie mehr über den Tod ihrer einzigen Verwandten erfahren. Sie überredet das Weichei Alex, den sie erst kurz zuvor kennen gelernt hatte, mit ihr nach San Bernardino zu fahren. Dort erfährt sie, dass ihre Grandma eine Jägerin des Übernatürlichen war und tritt in ihre Fußstapfen. Gemeinsam mit Alex tritt sie den Kampf gegen Vampire, Werwölfe, Hexen und andere Monster an.
Das erste das mir beim Lesen aufgefallen ist war, wie cool Medina doch ist. Äußerlich wirkt sie kaltherzig und abweisend, mit ihrer Schnodderschnauze, die sagt, was ihr gerade in den Sinn kommt. Aber man merkt, dass sie sich doch nach einer Schulter zum Anlehnen sehnt, gerne mal in den Arm genommen werden möchte, aber das gesteht sie sich selbst nicht ein. Ihrer Meinung nach ist alles was sie von einem Mann braucht Sex und sonst nichts. Da sind mit dem Weichei Alex allerlei Probleme vorprogrammiert, denn der dackelt ihr hinterher wie ein junger Hund.
Die sechs Episoden in dem Sammelband waren leider viel zu schnell gelesen und ich kann es kaum erwarten, bis die Reihe fortgesetzt wird. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und schnell zu lesen. Ganz ohne Schörkel und unnötigen Beschreibungen. Ab und an hätte ich mir schon manche Szene etwas ausführlicher gewünscht, aber da es sich um Kurzgeschichten handelt, musste Frau Piel alles überflüssige weglassen und sich kurz fassen. Dennoch hat sie wunderbare und einzigartige Charaktere erschaffen über die ich noch viel mehr erfahren möchte. Die taffe Medina ist mir schrecklich sympathisch und hat mich ständig schmunzen lassen. Sie hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und steht immer wieder ihren Mann. Ihre Fälle sind spannend und der Plot gut ausgearbeitet, Die verschiedenen Episoden fügen sich zu einem tollen Gesamtbild zusammen.
Alex verändert sich im Laufe der Geschichte durch unvorhergesehene Ereignisse. Die verrate ich aber hier nicht, da müsst ihr die Reihe schon selbst lesen. Und dann gibt es da noch Ross über den ich aber auch nichts erzählen werde. Ich kann euch nur empfehlen, diese Reihe selbst zu lesen, denn ich habe mich köstlich amüsiert. Deshalb vergebe ich auch volle 10 von 10 Punkten.
Außerdem bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei Katja Piel dafür, dass sie alle unsere Fragen während der Leserunde beantwortet hat und auch so einiges aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht gemacht und ich werde jede Folge lesen, die jetzt noch erscheint.
Donnerstag, 20. September 2012
Brett McBean - Die Bestien
Ein ganz großes Dankeschön an den Festa-Verlag der mir dieses tolle Reziexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Nachdem Jim Clayton aus dem Gefängnis entlassen wurde, will er nur noch seine Freiheit genießen und keinen Ärger mehr bekommen. So macht er sich mit seinem Motorrad auf den Weg wohin die Straße ihn führt. Er möchte einen Zwischenstopp in Atlanta einlegen, denn er ist schrecklich müde, doch irgendwo muss er wohl falsch abgebogen sein, denn plötzlich steht er in dem kleinen Städtchen Billings Georgia mit gerade mal 1156 Einwohnern. Er macht sich auf die Suche nach einem Motel und kehrt in der einzigen Kneipe ein um nach einem Schlafplatz zu suchen. Freundlich wird er nicht gerade begrüßt und der Barmann gibt ihm den Tipp so schnell wie möglich weiter zufahren. Das will er auch tun, aber da hört er die Schreie eines Mädchens. Er stürmt in den Hinterhof uns sieht wie ein bulliger Kerl auf ein etwa 13jähriges Mädchen einschlägt. Er haut dem Typen eins über, was gar keine gute Idee war, denn er hat sich mit einem Polizisten angelegt. Jim wird gefangen genommen und zu einer Hütte gebracht, denn in Billings werden Gesetzesbrecher anders bestraft. Am Nächsten Tag bekommt er 10 Minuten Vorsprung und dann wird er durch die Berge gejagt. Und die Männer schießen scharf.
Das ist aber nur ein Teil dieser tollen Geschichte. Der 2. Teil dreht sich um Craig Becker und wird ziemlich mystisch, denn der hat eine Seele zu verkaufen.
"Die Bestien" hat mich total gefesselt und war so ganz anders als das erste Buch "Das Motel" das ich von Brett McBean gelesen habe. Hier kommt der Autor mit sehr wenig Sex aus, was ich richtig erfrischend fand. Aber es geht ziemlich brutal zu und genau das hatte ich von dem Buch auch erwartet. Beim Lesen flogen die Seiten gerade so an mir vorbei und ich fühlte mich einfach klasse unterhalten. Man erfährt von den Bewohnern der Stadt Billings, die aus Langeweile und Geltungssucht Jagden auf Menschen organisieren und wilde Partys in einer einsamen Hütte im Wald feiern, bei der so einiges an Blut fließt. Und dann ist da noch Craig, zu dem werde ich aber nichts erzählen. Das müsst ihr schon selbst lesen. Die Figuren des Buches fand ich allesamt klasse. Selbst die widerlichen Typen waren sehr gut ausgearbeitet und von ihrem Handeln überzeugt. Wer auf Blut und Splatter steht, wird dieses Buch lieben. Alle Anderen sollten die Finger davon lassen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten für dieses spannende Buch.
Montag, 17. September 2012
Will Hill - Department 19 Die Mission
Ein ganz herzlichen Dankeschön an den Luebbe-Verlag der mir das Manuskript zur Verfügung gestellt und die tolle Leserunde organisiert hat. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht.
Es ist ein ganz normaler Tag für den 14jährigen Jamie, bis plötzlich sein Vater nach Hause stürmt, seine Familie im Wohnzimmer versammelt und befiehlt von den Fenstern wegzubleiben. Plötzlich sieht Jamie ein Gesicht im Fenster. Ein Mädchen mit roten Augen und Fangzähnen. Er denkt, er muss träumen. Als dann auf einmal lauter schwarz vermummt Gestalten im Garten erscheinen die seinen Vater erschießen wird es leider allzu schnell Realität und Jamies ganzes Leben verändert sich auf einen Schlag. Da sein Vater als Verräter gebrandmarkt wurde, der mit Terroristen zusammenarbeitete, müssen Jamie und seine Mum immer wieder umziehen um den Anfeindungen der Nachbarn und Klassenkameraden zu entgehen.
Jamie ist mittlerweile 16 als er in einem Park einschläft. Als er aufwacht sitzt das Mädchen vom Fenster neben ihm. Sie heißt Larissa, ist ein Vampir und soll ihn töten. Aber sie kann es nicht und so läuft Jamie so schnell nach Hause wir er nur kann. Dort sieht es aus als hätte eine Bombe eingeschlagen und seine Mutter ist verschwunden. Dann wird Jamie auch noch von einen großen Vampir angegriffen. Doch im letzten Moment wird die Haustür eingetreten und ein großer Kerl mit grünlicher Hautfarbe und zwei Bolzen im Hals rettet Jamie in letzter Sekunde das Leben. Der Typ stellt sich als Victor Frankenstein vor und Jamie denkt endgültig, dass er wohl den Verstand verloren hat. Frankenstein, Dracula, das sind doch nur Romane. Diese "Monster" existieren doch nicht wirklich. Doch Victor ist sehr real und bringt Jamie in eine geheime Basis, dem Department 19. Hier werden Agenten ausgebildet die unnatürliche Lebensformen verfolgen und jagen. Dort erfährt er auch, dass sein Vater einer dieser Agenten und Victor sein bester Freund war. Doch für Jamie gibt es im Moment nur ein Thema: Wo ist seine Mum? Wer hat sie entführt und was muss er tun um sie wieder zu finden.
Die ersten 125 Seiten des Manuskripts flogen geradezu durch meine Hände. Ich konnte mich kaum bremsen und dann eine ganze Woche zu warten bis wir weiter lesen durften war schon eine schlimme Folter. Da waren wir 30 Leser uns ganz schnell einig. Danach erfolgte leider ein kleiner Bruch. Das Buch entwickelte sich immer mehr zum Jugendbuch, obwohl es teilweise schon heftig zuging. Jamie reagierte oft unglaubwürdig und seine permanenten Wutausbrüche nervten mich schrecklich. Auch sonst wurde die Geschichte leider immer unlogischer und auch vorhersehbarer. Es gab kaum überraschende Situationen. Durch das einschieben historischer Rückblenden blieb das Buch aber durchweg spannend. Leider mutierte Jamie irgendwann zum Supermann, das kam bei mir überhaupt nicht gut an. Der Schreibstil was leicht und flüssig zu lesen und im großen und ganzen hat die Geschichte schon viel Spaß gemacht.
Es fällt mir sehr schwer das Buch zu bewerten. 7 Punkte sind eigentlich zu wenig und 8 zu viel. Aber da es keine 7,5 Punkte gibt, habe ich mich dann doch für 7 Punkte entschieden, weil es einfach zu viele unlogische Szenen gab.
Department 19 - Die Mission ist der erste Teil einer Reihe und ich denke, dass sich die Figuren im laufe der Reihe noch mehr entwickeln werden. Denn ein neuer Gegner wartet schon auf das Team.
Die Leserunde hat wieder sehr viel Spaß gemacht und es wurde sehr lebhaft diskutiert und spekuliert. Leider trafen wir mit unseren Vermutungen viel zu oft ins Schwarze. Trotzdem freue ich mich auf den 2. Teil der Reihe, denn es sind noch eine Fragen offen, die ich gerne beantwortet hätte.
Wer gerne Jugendbücher liest, wird von dem Buch begeistert sein. Man sollte einfach nicht zu viel Logik erwarten, dann ist es ein tolles und spannendes Buch.
Freitag, 14. September 2012
Jonathan Maberry - Lost Land Die erste Nacht
Ein herzliches Danke schön an Amazon, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Der Mensch kann etwas 40 Tage ohne Nahrung leben, etwas 2 Tage ohne Wasser, etwa 5 Minuten ohne Luft, aber nur eine Sekunde ohne Hoffnung. (Seite 287)
Lost Land erzählt die Geschichte des 15jährigen Benny Imura und seines Bruders Tom. Benny war gerade mal ein Jahr alt, als die erste Nacht losbrach. Die Nacht in der plötzlich die Toten erwachten und als Zombies Jagd auf die Menschen machten. Dabei verloren die Brüder ihre Eltern. Seit dieser Zeit zieht der wesentlich ältere Tom seinen Bruder groß. Die Städte, die es noch gibt, sind mittlerweile eingezäunt und die meisten Menschen verlassen ihre Stadt niemals. Sie bleiben im Schutz der Zäune und wollen einfach vergessen, dass die Zombies existieren. Obwohl Tommy gut für Benny sorgt hasst dieser seinen Bruder regelrecht, hält ihn für einen Feigling. Dabei ist Tom ein sehr angesehener Zombiejäger, der in der Stadt Mountainside sehr geschätzt wird. Doch Benny denkt, dass ein guter Zombiejäger so sein sollte wie Charlie Matthias und der Motor City Hammer, die ständig erzählen, wie sie Zombies geklatscht hätten, oder sie über den Haufen schossen. Das waren seinen Helden.
Da Benny 15 Jahre alt ist, muss er sich einen Job suchen, sonst werden seine Lebensmittelrationen gekürzt. Da er unbedingt einen coolen Job möchte, die sich aber allesamt als schrecklich herausstellen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als ins Familiengeschäft einzusteigen. Nachdem er mit seinem Bruder die ersten Tage im Leichenland verbracht hat, in dem keinerlei Gesetze und Regeln gelten muss er seine Meinung über seinen Bruder ändern. Als er dann auch noch mit ansehen muss, wie die anderen Kopfgeldjäger arbeiten steht plötzlich seine ganze Welt Kopf.
Eines Nachts bricht ein Unwetter los, und der Zaun um Mountainside wird beschädigt. Zombies kommen in Stadt. Dieses Chaos nutzen eine Bande von Kopfgeljägern und entführen Bennys Freundin Nix und verschleppen sie ins Leichenland um den Brüdern eins auszuwischen. Eine Gnadenlose Jagd beginnt.
Puh. Was soll ich über dieses Buch sagen? Das hört sich ja alles erst mal super an und stellenweise war die Geschichte auch sehr spannend, aber eben nur stellenweise. Ich fand sie leider wenig überraschend und sehr vorhersehbar. Das schwierige Verhältnis zwischen den Brüdern wird gut beschrieben. Und Benny ändert sich im Laufe der Zeit von einem sehr unsympathischen Jungen zu einem verantwortungsvollen jungen Mann. Die Zombies werden hier mal ganz anders dargestellt, als Wesen, die einmal Menschen waren und die man mit Respekt behandeln sollte. Das gefiel mir sehr gut. Die Charaktere waren interessant und die beiden Brüder waren auch gut ausgearbeitet. Aber leider empfand ich das Buch stellenweise ein wenig zäh. Es wollte sich kein richtiger Lesefluss einstellen. Aber vielleicht ging es ja nur mir so und andere Leser sind absolut begeistert. Ich vergebe 7 von 10 Punkten.
Dienstag, 11. September 2012
Wolfgang Zickler - Der siebte Kristall
Ein ganz großes Dankeschön an safeline-media und Herrn Zickler, die mir dieses wundervolle Buch mit persönlicher Widmung, als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Basti lebt mit seinen Eltern auf dem Land. Außer Felder, Pferde, Schweine und Obstbäume haben sie auch noch einen gemütlichen Hofladen, in dem sie ihre Produkte verkaufen. Sie, das sind Bastis Mama Brigitte Hagenbeck, sein Vater Ludger, der niemals ein Fettnäpfchen auslässt, seine Schwester Melissa genannt Lissy die im Moment außer ihrer Freundin Mona nichts und niemanden leiden kann, am allerwenigsten ihren Bruder und die gute Seele der Familie, Oma Mertens. Und dann gibt es da noch Pepe und Floh, Bastians beste Freunde.
Kurz vor Bastis 12. Geburtstag trifft er auf einen alten Mann der ihm verrät, dass Basti eventuell der "Auserwählte" sein könnte, der als einziger das Traumreich vor den bösen Dämonen retten kann. Nachdem sich Basti zusammen mit seinen Freunden einigen Prüfungen gestellt hat, begeben sich die 3 ins Traumland. Und dort warten jede Menge Gefahren auf sie. Werden sie es schaffen, den Kristall der Seelen rechtzeitig auszutauschen? Oder ist die Traumwelt für immer an die Dämonen verloren?
"Der siebte Kristall" ist ein wundervoller All-Age-Roman, der einen in die Welt der Phantasie entführt. Eine Welt in der Werte wie Glaube, Freundschaft, Mitleid und Hilfsbereitschaft noch ganz groß geschrieben werden. Basti ist ein Kind, wie man es leider nur noch selten findet. Er glaubt an Gott, ist hilfsbereit und einfach ein lieber Kerl, der oft zuerst an seine Freunde denkt, und dann erst an sich selbst. Sein Freund Floh ist der kleine Einstein des Trios. Er ist spindeldürr und hat ein unglaubliches Wissen. Und dann ist da noch Pepe. Optisch genau das Gegenteil von Floh, gleicht er eher einem kleinen Fässchen und hat immer Angst die nächste Mahlzeit zu verpassen. Doch die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie ihre Ängste überwinden und zusammen versuchen das Traumland zu retten.
Diese Geschichte ist etwas ganz besonderes. Trotz ihrer 634 Seiten bin ich geradezu durch das Buch geflogen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Das lag nicht nur an dem tollen Schreibstil, der so leicht und flüssig zu lesen war, sondern hautsächlich an den Figuren sind so liebevoll gestaltet wurden dass ich sehr gerne mit der ganzen Familie befreundet wäre. Das Traumland wurde von Herrn Zickler so phantastisch beschrieben, dass man am liebsten gleich ins Bett gehen möchte um davon zu träumen. Der Autor hat seiner Fantasie wirklich freien Lauf gelassen, denn es gibt nicht nur fliegende Teufelsrochen und Schneckentaxen, nein es gibt noch viel kuriosere Dinge, die ich aber nicht alle verraten möchte. Das Buch eignet sich wirklich für alle Altersklassen. Vom Erstklässler, der es sich vorlesen lässt bis hin zur Oma, die es vielleicht ihrem Enkel vorliest. Ja, ich bin begeistert. "Der siebte Kristall" war das schönste Buch, das ich in letzter Zeit lesen durfte. Abgerundet wird das Ganze von wundervollen bearbeiteten Fotografien die in die Geschichte eingefügt sind.
Von mir gibt es volle 10 Punkte, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. Hoffentlich werden wir noch mehr von Wolfgang Zickler zu Lesen bekommen.
Freitag, 7. September 2012
Vincent Voss - 172,3
172,3 Kilo. Genauso viel wiegt Viktor, als er sich entschließt, dass es so nicht weitergehen kann. Er war mit seiner Frau Larissa beim Picknick und schnaufte und stöhnte und konnte sich kaum mehr aufrichten, nachdem er ein Nickerchen gemacht hatte. Da schwor er sich abzunehmen, denn so langsam bekam er auch Angst, seine wunderschöne Frau zu verlieren. Er schließt einen Pakt, nicht wissend, dass er sich auf besonderem Boden befindet. Am nächsten Tag geht er zu den Weight Watchers und das Abnehmen klappte wie am Schnürchen. Nur seltsam, dass er sich seit seinem Schwur ständig beobachtet fühlt. Einmal sieht er dieses Wesen sogar und es ist einfach widerwärtig. Das neue Schuljahr beginnt und gleich bekommt der Berufsschullehrer Viktor Probleme mit 3 Auszubildenen. Einer davon war sogar wegen Körperverletzung vorbestraft und die ganze Klasse scheint Angst vor dem Trio zu haben. Als Viktor sich nichts von den Typen gefallen lässt, bedrohen sie sogar seine Tochter. Viktor ist außer sich vor Wut und wünscht einem der 3 den Tot. Er ist sehr überrascht als er am nächsten Morgen die Polizei im angegliederten Internat sieht und erfährt, dass es einen Unfall gegeben hat. Einen tödlichen Unfall.
Erst einmal muss ich sagen: Das Buch war einfach klasse und hat mich richtig gut unterhalten. Besonders erwähnen möchte ich noch die 12 tollen Illustrationen, die immer zu Beginn eines neuen Kapitels in das Buch eingefügt wurden. Auch beim eBook kam ich in den Genuß der tollen Zeichnungen.
Viktor ist zu Anfang ein ganz sympathischer Kerl, der einem auch schon mal leid tut, wenn er Schwabbel genannt wird, oder selbst so unglücklich über sein Gewicht ist. Doch im Laufe der Geschichte ändert sich sein Charakter komplett. Er wird immer zorniger und gemeiner. Auch zu seiner Frau Larissa, die bis dahin sehr glücklich mit ihrem Mann war. Alles dreht sich plötzlich nur noch um ihn und das Abnehmen. Die Story wird immer unheimlicher, als Viktor spürt, dass er verfolgt und beobachtet wird. Er kann das Böse förmlich spüren, es sich aber nicht erklären. Schnell eskaliert die ganze Sache und seine Familie muss schrecklich darunter leiden.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, gut zu lesen und man möchte diesen Pageturner gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein wenig gefehlt hat mir ein größerer Bezug zum Prolog und auch über Dani hätte ich am Ende gerne etwas mehr erfahren. darum gibt es 9 von 10 Punkten. Mit Spannung warte ich auf das nächste Buch von Vincent Voss und hoffe, dass er an diesen Roman anschließen kann. Einfach großartig und empfehlenswert für Freunde des Horror.
Donnerstag, 6. September 2012
Fred Ink - Das Grauen in den Bergen
.
Roderick Usher wurde gerade aus der Nervenheilanstalt entlassen, als er vom Chauffeur einer Limousine angesprochen wird. Dieser soll ihn zu seinem Arbeitgeber, einem Anwalt bringen. Verwirrt steigt Roderick ein und beim Anwalt angekommen erfährt er, dass er ein Millionenvermögen geerbt hat. Aber wie soll das gehen, wo der gute Mann doch ein Waisenkind ist und keinerlei Angehörige hat? Der Anwalt klärt ihn auf und stellt ihm auch die Bedingung die an dieses Erbe gekoppelt ist. Roderick ist fassungslos und macht sich auf den Weg in ein kleines Dorf in den Bergen, in dem er die im Testament gestellten Bedingungen erfüllen soll und wo ihn schon das Grauen erwartet.
Da ich ja im Moment total auf Horrorgeschichten abfahre, kam ich an diesem Büchlein absolut nicht vorbei. Es ist im Stile alter Schauergeschichten geschrieben und hat mich von der erste Seite an begeistert. Der Name Usher passt genau, fühlt man sich doch an Edgar Allen Poes Geschichten erinnert. Roderick schreibt das ganze Geschehen in einem Brief an seine Frau und lässt uns so an der spannenden Geschichte teilhaben. In diesem Büchlein fließt nicht Literweise Blut, aber es strahlt eine Bedrohung und eine Düsternis aus, die mich wirklich begeistert hat. Da Roderick als Ich-Erzähler die Geschehnisse zu Papier bringt, ist man wirklich mittendrin statt nur dabei. Ich habe diese Kurzgeschichte mit ihren 140 Seiten wirklich genossen. 10 von 10 Punkten. Und ja Fred, ich konnte das Rätsel lösen.
Dienstag, 4. September 2012
Whitley Strieber - Die Heimsuchung
Ein ganz herzliches Danke schön an Inge und Frank Festa vom Festa-Verlag, die mir dieses Buch einfach mal so geschenkt haben.
Dr. Brian Kelly lebt mit seiner zweiten Frau Loi in einem Trailer, nahe seinem Haus. Das Haus war mitsamt erster Ehefrau und Tochter verbrannt. Durch diesen schlimmen Verlust hat Brian immer noch Alpträume und hat seine Stelle als Physiker an der Universität aufgegeben.
Als er mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Hund ein Picknick auf einem Hügel auf Richter terBroecks Grundstück macht, hören sie plötzlich entsetzliche Schreie aus dem Hügel. Der Richter setzt alles daran um eine Untersuchung zu verhindern. Die Journalistin Ellen Maas lässt nicht locker. Nachts schleicht sie sich auf das Grundstück des Richters und wird plötzlich von seltsamen Käfern angegriffen, denen sie nur knapp entkommen kann. Kurz darauf werden auch an einer anderen Stelle Schreie aus dem Erdboden gehört und eine Frau kann ausgegraben werden, die aber kurz darauf stirbt. Wie kam sie unter die Erde? Und was hat ihr jeden einzelnen Knochen im Leib gebrochen. Brian Kelly und Ellen Maas beginnen die Sache zu untersuchen und bringen nicht nur sich in tödliche Gefahr.
Eine Rezension für dieses Buch zu schreiben ist nicht einfach, denn ich habe mir ziemlich schwer getan mit der Geschichte warm zu werden. Es soll eine Hommage an H. P. Lovecraft sein, was Whitley Strieber hier geschrieben hat, aber ich fand es zeitweise einfach nur verwirrend. Der Schreibstil ist im alten Stil Lovecrafts gehalten und auch die Ausdrucksweise ist ähnlich. Das war auch nicht mein Problem. Das war eindeutig die Story selbst. Doch trotz aller Schwierigkeiten konnte ich auch nicht abbrechen, denn irgendwie hielt mich die Geschichte doch gefangen und ich musste unbedingt wissen wie sie endet. Die Personen blieben ziemlich eindimensional. Höchstens bei den 3 Hauptpersonen gab es so etwas wie emotionale Tiefe. Doch trotz allem, war das Buch spannend und darum vergebe ich 7 von 10 Punkten. Erwähnen möchte ich noch die tolle Ausstattung des Hardcovers mit Lesebändchen und Umschlag in der tollen Lederoptik. Da hat sich der Festa-Verlag wirklich etwas tolles einfallen lassen.
Freitag, 31. August 2012
Tommy Krappweis - Das Vorzelt zur Hölle
Dieses Mal gibt es kein Bild des Buches, da der Knaur-Verlag eine hohe Geldstrafe für das Veröffentlichen seiner Bilder verhängt.
Campen ist eine tolle Sache, besonders wenn man einen so verrückten Vater hat wie Tommy Krappweis. Denn der campt am liebsten wild, meilenweit weg von den Sanitären Anlagen, dem Kiosk und natürlich auch dem Trinkwasser. Sandstrand wird sowieso total überbewertet und so kann es uns nicht verwundern, wenn Herr Krappweis sich immer die urigsten, düstersten, unwegsamsten und steinigsten Stellen überhaupt aussucht. Ganz schnell wird klar: Tommy hasst das Campen und zwar mit ganzer Seele. Leider nützt das nichts, denn bis er endlich alleine zu Hause bleiben darf, gehen viele Jahre ins Land. In seinem Buch erzählt er uns von diesen Jahren des Schreckens mitRiesenspinnen, Schlangen, Müllhalden, Kühen vor dem Zelt und noch viel mehr.
Den meisten wird Tommy Krappweis als Erfinder von Bernd das Brot bekannt sein. Ich kannte ihn nicht, aber der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen. Meine Eltern waren zwar keine Wildcamper und fuhren auch nicht tausende von Kilometern mit einem altersschwachen und umgebauten VW-Bus, aber wir hatten einen Campingplatz auf dem wir jede freie Minute verbrachten. So konnte ich wirklich vieles nachvollziehen, was Tommy in seinem Buch erzählt hat.
Sein Vater ist ein Mensch der nach dem Spruch "geht nicht, gibts nicht" lebt und so stürzt er die Familie in so manche gefährliche und kuriose Situation. Ich habe wirklich lauthals gelacht als der Autor von den vielen Missgeschicken und kleinen Katastrophen erzählt hat. Denn eigentlich wäre Tommy viel lieber mit einem Buch zu Hause geblieben. Wie gut ich das doch verstehen kann.
Auch Werner Krappweis hat einige Kapitel zu dem Buch beigesteuert, was das alles noch viel realer gemacht hat und uns auch die Sicht des Vaters erleben ließ. Der Schreibstil ist einfach und durchzogen mit einer guten Portion Ironie. Als i-Tüpfelchen empfand ich den Bildteil, der am Ende des eBooks war. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen der gerne lacht. Man muss wirklich kein Camper sein um es zu lesen und zu lieben.
Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.
Campen ist eine tolle Sache, besonders wenn man einen so verrückten Vater hat wie Tommy Krappweis. Denn der campt am liebsten wild, meilenweit weg von den Sanitären Anlagen, dem Kiosk und natürlich auch dem Trinkwasser. Sandstrand wird sowieso total überbewertet und so kann es uns nicht verwundern, wenn Herr Krappweis sich immer die urigsten, düstersten, unwegsamsten und steinigsten Stellen überhaupt aussucht. Ganz schnell wird klar: Tommy hasst das Campen und zwar mit ganzer Seele. Leider nützt das nichts, denn bis er endlich alleine zu Hause bleiben darf, gehen viele Jahre ins Land. In seinem Buch erzählt er uns von diesen Jahren des Schreckens mitRiesenspinnen, Schlangen, Müllhalden, Kühen vor dem Zelt und noch viel mehr.
Den meisten wird Tommy Krappweis als Erfinder von Bernd das Brot bekannt sein. Ich kannte ihn nicht, aber der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen. Meine Eltern waren zwar keine Wildcamper und fuhren auch nicht tausende von Kilometern mit einem altersschwachen und umgebauten VW-Bus, aber wir hatten einen Campingplatz auf dem wir jede freie Minute verbrachten. So konnte ich wirklich vieles nachvollziehen, was Tommy in seinem Buch erzählt hat.
Sein Vater ist ein Mensch der nach dem Spruch "geht nicht, gibts nicht" lebt und so stürzt er die Familie in so manche gefährliche und kuriose Situation. Ich habe wirklich lauthals gelacht als der Autor von den vielen Missgeschicken und kleinen Katastrophen erzählt hat. Denn eigentlich wäre Tommy viel lieber mit einem Buch zu Hause geblieben. Wie gut ich das doch verstehen kann.
Auch Werner Krappweis hat einige Kapitel zu dem Buch beigesteuert, was das alles noch viel realer gemacht hat und uns auch die Sicht des Vaters erleben ließ. Der Schreibstil ist einfach und durchzogen mit einer guten Portion Ironie. Als i-Tüpfelchen empfand ich den Bildteil, der am Ende des eBooks war. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen der gerne lacht. Man muss wirklich kein Camper sein um es zu lesen und zu lieben.
Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.
Dienstag, 28. August 2012
Edward Lee - Bighead
Als sein Großvater stirbt, macht sich der schrecklich entstellte Bighead
auf den Weg in die große Welt. Er möchte den Wald in dem er mit seinem
Großvater gelebt hatte verlassen und erkunden, wovon sein Großvater ihn
fern gehalten hatte. Dabei hinterlässt er eine Spur toter Menschen.
Zeitgleich sind auch Dicky und Balls unterwegs. Sie schmuggeln schwarz
gebrannten über die Staatsgrenze und ziehen mordend und vergewaltigend
durch die Gegend. Und auch Charity und Jerrica sind gemeinsam unterwegs.
Charity um ihre Tante zu besuchen und Jerrica um einen Artikel über die
Gegend zu schreiben,in der Charity lebt. Charitys Tante betreibt ein
kleines Gästehaus in dem die beiden jungen Frauen unterkommen. Und dann
trifft auch noch Pater Alexander ein. Was haben alle diese Menschen
gemeinsam? Sie alle werden auf Bighead treffen. Aber werde sie das auch
alle überleben?
Das Buch ist echt harter Tobak. Mich kann ja eigentlich nichts so leicht aus der Ruhe bringen, aber hier bin ich wirklich an meine Grenzen gestoßen. Zwei mal hat es mich beim Lesen sogar fast gewürgt. Besonders die Szenen mit Dicky und Balls fand ich ziemlich eklig. Ich hätte mir niemals vorstellen können, was man so alles mit einer Frau anstellen kann. Egal ob tot oder lebendig. Aber andererseits gab es auch immer wieder Szenen die so krank waren, dass ich schon wieder darüber lachen musste. Bighead in seiner Naivität war manchmal echt komisch wenn ich es auch nicht besonders appetitlich fand, wenn er Gehirn schlürfte. Pater Alexander war der Knaller. Ein fluchender, saufender und rauchender Pater, der vor seiner Berufung in Vietnam war und so einige Leichen in seinem Keller hatte.
Edward Lees Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Obwohl Dicky, Balls und Bighead in Dialekt gesprochen hatten, hatte ich beim Lesen keinerlei Probleme. Trotzdem musste ich immer wieder Pausen einlegen, weil ich erst mal den ganzen Kram verdauen musste, der da auf mich einströmte. Ich habe wirklich schon viele brutale und auch abartige Bücher gelesen, aber keins war auch nur annähernd so schlimm wie "Bighead". Durch den ständigen Wechsel der Handlungsstränge wurde die Spannung die ganze Zeit über hoch gehalten.
Die Warnung, die der Verlag auf die Rückseite des Buches drucken lies, steht absolut zu Recht da und man sollte sich vorher gut überlegen, ob man diese Story verkraften kann. Nicht umsonst wurde "Bighead" zum "most disturbing book" ernannt. Dieser Titel ist absolut gerechtfertigt.
Überlegt euch gut, ob ihr dieses Buch lesen wollt. Es ist wirklich nur für Hart gesottene. Aber wer durchhält, wird mit einem originellen und einzigartigen Buch belohnt. Mir hat es trotz allem gefallen und ich vergebe 9 von 10 Punkten.
Das Buch ist echt harter Tobak. Mich kann ja eigentlich nichts so leicht aus der Ruhe bringen, aber hier bin ich wirklich an meine Grenzen gestoßen. Zwei mal hat es mich beim Lesen sogar fast gewürgt. Besonders die Szenen mit Dicky und Balls fand ich ziemlich eklig. Ich hätte mir niemals vorstellen können, was man so alles mit einer Frau anstellen kann. Egal ob tot oder lebendig. Aber andererseits gab es auch immer wieder Szenen die so krank waren, dass ich schon wieder darüber lachen musste. Bighead in seiner Naivität war manchmal echt komisch wenn ich es auch nicht besonders appetitlich fand, wenn er Gehirn schlürfte. Pater Alexander war der Knaller. Ein fluchender, saufender und rauchender Pater, der vor seiner Berufung in Vietnam war und so einige Leichen in seinem Keller hatte.
Edward Lees Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Obwohl Dicky, Balls und Bighead in Dialekt gesprochen hatten, hatte ich beim Lesen keinerlei Probleme. Trotzdem musste ich immer wieder Pausen einlegen, weil ich erst mal den ganzen Kram verdauen musste, der da auf mich einströmte. Ich habe wirklich schon viele brutale und auch abartige Bücher gelesen, aber keins war auch nur annähernd so schlimm wie "Bighead". Durch den ständigen Wechsel der Handlungsstränge wurde die Spannung die ganze Zeit über hoch gehalten.
Die Warnung, die der Verlag auf die Rückseite des Buches drucken lies, steht absolut zu Recht da und man sollte sich vorher gut überlegen, ob man diese Story verkraften kann. Nicht umsonst wurde "Bighead" zum "most disturbing book" ernannt. Dieser Titel ist absolut gerechtfertigt.
Überlegt euch gut, ob ihr dieses Buch lesen wollt. Es ist wirklich nur für Hart gesottene. Aber wer durchhält, wird mit einem originellen und einzigartigen Buch belohnt. Mir hat es trotz allem gefallen und ich vergebe 9 von 10 Punkten.
Samstag, 25. August 2012
Brian Keene - Die Verschollenen
Eine unbewohnte Insel im Pazifik, 30 Kandidaten, eine Million Dollar, unzählige Kameras, schwierige Aufgaben, Streit und Intrigen und nur einer der gewinnen kann. Das ist der Stoff aus dem die Fernsehträume gemacht sind. Das wollen die Zuschauer vor dem Bildschirm sehen. Doch dann geschieht etwas etwas unvorhergesehenes. Ein schrecklicher Sturm bricht los und wer so feige ist, die Insel zu verlassen, hat automatisch verloren. Darum denkt auch niemand außer der Crew daran, sich auf das wartende Schiff zu retten. Nur ein Kamerateam bleibt auf der Insel um ja keine Emotionen der Teilnehmer zu verpassen. Doch auf der Insel ist noch etwas viel schrecklicheres als der Sturm. Etwas, das großen Hunger hat. Auf Menschenfleisch.
Von den 30 Teilnehmern auf der Insel lernt man nur ein paar kennen. Das ist auch gut so, denn sonst wäre man von den vielen Namen wohl ziemlich erschlagen. Becka, Jerry und Troy sind dabei die zentralen Figuren. Durch den Sturm werden die auf der Insel verbliebenen getrennt. In kleinen Grüppchen versuchen sie zu überleben. Das hätte wahrscheinlich auch ziemlich gut funktioniert, wenn nicht plötzlich ein Horde stinkender Kreaturen aufgetaucht wären.
Von den 30 Teilnehmern auf der Insel lernt man nur ein paar kennen. Das ist auch gut so, denn sonst wäre man von den vielen Namen wohl ziemlich erschlagen. Becka, Jerry und Troy sind dabei die zentralen Figuren. Durch den Sturm werden die auf der Insel verbliebenen getrennt. In kleinen Grüppchen versuchen sie zu überleben. Das hätte wahrscheinlich auch ziemlich gut funktioniert, wenn nicht plötzlich ein Horde stinkender Kreaturen aufgetaucht wären.
Montag, 20. August 2012
Gord Rollo - Amputiert
Michael Fox führt ein ganz normales Leben bis zu dem Tag an dem er mit seinen Freunden in der Kneipe feiert und einen Anruf von der Polizei bekommt. Er hatte seine Frau gebeten ihn abzuholen, weil er viel zu betrunken ist und sie war auf der Fahrt zur Kneipe von der Straße abgekommen. Seine Frau und sein kleiner Sohn sind sofort tot, seine Tochter überlebt schwer verletzt. Er kommt mit dem Leben nicht mehr zurecht und rutscht ab in Obdachlosigkeit, Alkohol und Drogen. Seine Tochter hasst ihn dafür und wächst bei einer Tante auf. Er selbst findet keinen Grund mehr noch länger am Leben zu bleiben und will sich vor einen Zug stürzen, als plötzlich eine Limousine neben ihm hält.
Darin sitzt Mr. Drake, der ihm 2 Millionen Dollar verspricht, wenn er seinem Chef, einem brillianten Neurochirurgen, seinen rechten Arm verkauft. Mike denkt über das Angebot nach und da er Linkshänder ist, willigte er schließlich ein. So kann er seiner Tochter ein schönes Leben bieten und sie würde ihm vielleicht sogar eines Tages verzeihen. Doch kaum in der Klinik angekommen muss Mike feststellen, dass er in der Hölle gelandet ist und dass Genie und Wahnsinn nahe beieinander liegen.
Was für ein krasses Buch. Am Anfang habe ich mir etwas schwer getan, weil es so viele medizinische Erklärungen gab, die für die Geschichte nicht unbedingt relevant sind. Ich will schließlich nicht meinen Doktor machen. Aber dann nimmt die Story immer mehr an Fahrt auf, wird immer abstruser und erschreckender, so dass ich kaum noch zum Luft holen kam. Gord Rollo hat sich hier wirklich ein ganz besonderes Horrorszenario ausgedacht, das alle meine Urängste angesprochen hat. Mike ist der typische Antiheld, der hier in eine Sache rutscht, die er sich nicht in seinen schlimmsten Träumen vorstellen konnte, doch er versucht immer wieder das Beste daraus zu machen, ohne zum Superhelden zu mutieren. Er bleibt sich immer selbst treu und wirkt dadurch sehr authentisch und sympathisch. Man leidet mit ihm und immer wenn man denkt, jetzt kann es nicht mehr schlimmer werden, setzt der Autor noch eins drauf.
Ja ich bin begeistert und meine derzeitige Vorliebe für Splatterszenen wurde vollkommen befriedigt. Doch trotz der heftigen Szenen kommt auch die Handlung nicht zu kurz. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Mägen und Gemüter und kann bei unsachgemäßem Konsum zu Alpträumen führen.
Ich vergebe fantastische 9 von 10 Punkten.
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